Mehr Auswahl für sportliche Pistenfahrer, ein neuer Ski für tiefe Powder-Tage und überarbeitete Modelle für genussvolles Carven: Stöckli stellt seine Skikollektion für den Winter 2026/27 vor. Zu den wichtigsten Neuheiten gehören der Montero AR Pro, der Stormrider 108 und eine Sonderedition des Laser WRT Pro, die gemeinsam mit Marco Odermatt entwickelt wurde.
Daneben erhalten mehrere bekannte Modelle ein Update. Der Laser SX und der Laser CX werden breiter, die beiden Freerideski Nela 86 und Nela 93 wurden neu abgestimmt. Gefertigt werden weiterhin alle Stöckli-Ski im schweizerischen Malters.
Noch mehr Rennsport in der WRT-Linie
Wer am liebsten auf frisch präparierten Pisten unterwegs ist und gerne sportlich fährt, findet die wichtigsten Neuerungen in der WRT-Familie. Sie besteht aus dem Laser WRT, dem leistungsorientierten Laser WRT Pro und der Laser WRT Pro Marco Odermatt Edition.
Alle drei Modelle sollen kurze Schwünge ebenso beherrschen wie längere Carving-Radien. Dafür hat Stöckli den Holzkern überarbeitet und den Anteil an Buchenholz erhöht. Das soll den Ski bei hohem Tempo und auf harter Piste ruhiger machen.
Beim Laser WRT Pro kommen besonders harte Seitenwangen und ein Rennbelag zum Einsatz. Carbonstreifen unter der Bindung sollen außerdem Energie aufnehmen und am Ende des Schwungs wieder freigeben. Vereinfacht gesagt: Der Ski soll direkt reagieren und mit viel Zug aus der Kurve kommen. Damit richtet er sich an erfahrene Fahrer, die aktiv auf dem Ski stehen und Geschwindigkeit suchen.
Der Laser WRT ist etwas weniger kompromisslos ausgelegt. Eine zusätzliche Carbonschicht soll Schläge abfedern und für mehr Ruhe sorgen, wenn die Piste uneben wird.
Sonderedition für Marco Odermatt
Noch exklusiver wird es mit der Laser WRT Pro Marco Odermatt Edition. Sie basiert technisch auf dem WRT Pro, wurde aber gemeinsam mit dem Schweizer Skistar entwickelt und erhielt ein eigenständiges schwarzes Design.
Laut Stöckli flossen mehr als 1.000 Tests auf Schnee und im Labor sowie über 50.000 Datensätze in die Entwicklung ein. Herausgekommen ist ein Pistenski für hohes Tempo, präzise Linien und kraftvolle Schwünge. Die Sonderedition dürfte deshalb vor allem sehr sportliche Skifahrer ansprechen – und natürlich Fans von Marco Odermatt.
Montero AR Pro: Ein Ski für den ganzen Berg
Der neue Montero AR Pro richtet sich an Skifahrer, die sich nicht zwischen Piste und Gelände entscheiden möchten. Er ist breiter und vielseitiger als ein klassischer Pistenski, übernimmt aber mehrere Bauteile aus dem Rennsport.
Auf harter Piste soll das für eine direkte Kraftübertragung und viel Laufruhe sorgen. Die vorne stärker aufgebogene Schaufel erleichtert dagegen das Drehen und verbessert den Auftrieb in weichem Schnee. Der Montero AR Pro ist damit für sportliche Fahrer gedacht, die überwiegend auf der Piste unterwegs sind, bei guten Bedingungen aber auch gerne einen Abstecher ins Gelände machen.
Etwas zugänglicher bleibt der bekannte Montero AR. Er bevorzugt mittlere bis große Schwünge und verbindet einen ruhigen Lauf mit einem vergleichsweise spielerischen Fahrverhalten. Der Montero AX ist innerhalb der Serie die wendigere und kraftsparendere Alternative.
Eine besonders edle Variante ist der Orea AX. Stöckli fertigt ihn nur in kleinen Stückzahlen. Eine dunkle Oberfläche, feine Vertiefungen und eine von Hand eingesetzte Plakette heben ihn optisch von den übrigen Modellen ab.
Laser SX und CX bekommen eine breitere Mitte
Auch bei den Pistenski für weniger aggressive Fahrer tut sich etwas. Der komplett überarbeitete Laser SX wird vier Millimeter breiter und misst nun 74 Millimeter unter der Bindung. Dadurch soll er vielseitiger werden und nicht nur auf griffiger Morgenpiste, sondern auch in weicherem Nachmittagsschnee gut funktionieren.
Der SX bleibt ein Ski für mittlere und längere Schwünge. Bei gemütlicher Fahrt soll er sich leicht und geschmeidig steuern lassen, bei höherem Tempo aber ausreichend Stabilität bieten. Möglich machen soll das die sogenannte Turtle-2.0-Technologie: Kleine Ausschnitte im Metall machen den Ski bei geringer Belastung flexibler. Steigt der Druck, stabilisiert sich die Konstruktion.
Beim Laser CX wächst die Mittelbreite um drei Millimeter auf 72 Millimeter. Er bleibt das wendigere Modell für kurze Schwünge und schnelle Richtungswechsel, soll nun aber etwas ruhiger und vielseitiger fahren. Je nach gewählter Platte und Bindung lässt er sich sportlicher oder komfortabler abstimmen.
Der Laser MX richtet sich an Skifahrerinnen, die Wert auf Kontrolle und einen geringen Kraftaufwand legen. Seine leichte Bauweise und der weichere Flex sollen lange Skitage angenehmer machen. Die Mittelbreite beträgt 71 Millimeter.
Stormrider 108 für richtig tiefe Tage
Die auffälligste Neuheit im Freeride-Bereich ist der Stormrider 108. Stöckli hat ihn gemeinsam mit dem Schweizer Freerider Maxime Chabloz entwickelt. Mit 108 Millimetern unter der Bindung ist er klar auf tiefen Schnee ausgerichtet.
Die stark aufgebogene Schaufel sorgt für Auftrieb, während das leichtere und weichere Skiende schnelle Richtungswechsel erleichtern soll. Spezielle Seitenwangen dämpfen Schläge, wenn der Schnee bereits zerfahren ist. Damit ist der Stormrider 108 kein Allrounder für jeden Skitag, sondern ein Spezialist für Powder und weiträumiges Gelände.
Zwei neue Nela-Modelle für Freeriderinnen
Auch die Damenmodelle Nela 86 und Nela 93 wurden überarbeitet. Beide erhalten einen weicheren Aufbau aus dünneren und leichteren Materialien. Dadurch sollen sie sich mit weniger Kraft steuern und leichter durchbiegen lassen.
Der Nela 86 ist der vielseitigere der beiden Ski. Mit 86 Millimetern Mittelbreite eignet er sich für Fahrerinnen, die sowohl auf der Piste als auch im Gelände unterwegs sind. Der Nela 93 bietet mehr Auflagefläche und ist stärker auf Tiefschnee ausgerichtet. Beide Modelle besitzen eine aufgebogene Schaufel und ein leichteres Skiende, damit sie sich im Gelände einfacher drehen lassen.
Edge TR für lange Skitouren
Für Skitourengeher führt Stöckli den Edge TR in der Kollektion. Er misst bei 178 Zentimetern Länge 88 Millimeter unter der Bindung und bleibt damit deutlich schmaler als der abfahrtsorientierte Edge FT. Das macht ihn vor allem bei langen Aufstiegen, auf hartem Untergrund und bei Frühjahrsbedingungen interessant.
Leichte Holzkerne, dünnere Glasfaserschichten und schmalere Kanten reduzieren das Gewicht. Gleichzeitig soll der Ski bei der Abfahrt stabil und kontrollierbar bleiben. Ein praktisches Detail ist die Fräsung am Skiende: Sie erleichtert das Einhängen der Felle und schützt deren Endhaken.
Preise und genaue Auslieferungstermine für die Modelle der Saison 2026/27 nennt Stöckli bisher noch nicht. Auch die verfügbaren Längen und Bindungskombinationen können sich je nach Modell unterscheiden. Aktuelle Infos findet ihr direkt auf der Stöckli-Website.










