Was haben ein Porsche Taycan und ein Paar Ski gemeinsam? Mehr, als man zunächst vermuten würde. Seit 2021 arbeiten der Sportwagenhersteller Porsche und der österreichische Skiausrüster HEAD zusammen. Für die Wintersaison 2026/27 entstehen daraus zwei sportliche Ski-Modelle, eine neue Sicherheitsbindung und passendes Zubehör.
Der Taycan liefert das Design

Als optische Vorlage dient der Porsche Taycan Turbo Cross Turismo „Adventure“. Das elektrisch angetriebene Fahrzeug kombiniert Allradantrieb und erhöhte Bodenfreiheit mit einem Dachträger für die Wintersportausrüstung.
Seine helle Lackierung in Kreideweiß und die schwarzen Akzente finden sich auf den neuen Porsche-Ski wieder. Selbst der Taycan-Schriftzug wurde in die Grafik integriert. Unter dem auffälligen Design stecken zwei unterschiedliche Konzepte: der schmale PORSCHE 7 Series für präparierte Pisten und der breitere PORSCHE 8 Series für wechselnde Schneeverhältnisse.
PORSCHE 7 Series: Sportlich und direkt auf der Piste

Der PORSCHE 7 Series ist der konsequentere Pistenski im neuen Duo. Seine Konstruktion orientiert sich am Riesenslalom und soll vor allem bei dynamischen, geschnittenen Schwüngen ihre Stärken zeigen.
Mit 70 Millimetern Mittelbreite ermöglicht er schnelle Kantenwechsel und eine direkte Reaktion auf Steuerimpulse. Am wohlsten dürfte er sich auf griffigen, präparierten Abfahrten fühlen. Der Vergleich mit einem Sportwagen auf der Rennstrecke liegt nahe: Der 7 Series möchte aktiv gefahren werden und richtet sich vor allem an fortgeschrittene und sehr gute Skifahrer.
PORSCHE 8 Series: Mehr Spielraum im Gelände

Der PORSCHE 8 Series ist mit 88 Millimetern unter der Bindung deutlich breiter aufgestellt. Mehr Auflagefläche und eine All-Mountain-Konstruktion an Schaufel und Skiende sollen ihm Vorteile bei weichem, zerfahrenem und wechselndem Schnee verschaffen.
Trotzdem bleibt der 8 Series ein sportlicher Ski für erfahrene Fahrer. Er ist kein ausgewachsener Freerider, sondern ein vielseitiger Begleiter für Skifahrer, die hauptsächlich auf der Piste unterwegs sind und gelegentlich neben die präparierte Spur wechseln.
| Modell | Mittelbreite | Einsatzbereich |
|---|---|---|
| PORSCHE 7 Serie | 70 mm | Sportliches Carven auf präparierten Pisten |
| PORSCHE 8 Serie | 88 mm | Piste, wechselnder Schnee und gelegentliche Abstecher ins Gelände |
Mehr Laufruhe, weniger Belastung: Die Technik der neuen Porsche-Ski
Beide Modelle sind mit HEADs EMC-Technologie ausgestattet. Elektronische Module wandeln Bewegungsenergie in elektrische Energie um und sollen damit störende Vibrationen reduzieren. Das verspricht mehr Laufruhe und besseren Kantengriff – wie deutlich der Effekt ausfällt, müsste ein Praxistest zeigen.
Neu ist außerdem die PROTECTOR EVO PR 13 GW. Ihre Ferse kann den Skischuh vertikal und seitlich freigeben, um die Belastung bei Rückwärtsdrehstürzen zu verringern. Laut HEAD sank die auf das vordere Kreuzband wirkende Kraft in Simulationen um mehr als 50 Prozent; eine entsprechende Verringerung realer Verletzungen ist damit nicht belegt. Die Bindung ist mit Alpin- und GripWalk-Sohlen kompatibel.
Helme und Skibrille im Porsche-Look

Zur Kollektion gehören außerdem Carbon-Skistöcke, eine Skitasche sowie mehrere Helme und Skibrillen. Der PORSCHE RADAR 5K PHOTO MIPS kombiniert einen Visierhelm mit selbsttönender Scheibe. Der PORSCHE FAERO EXP MIPS besitzt eine Hybrid-Schale und ein höhenverstellbares Passformsystem.
Technisch besonders auffällig ist die PORSCHE NEVES SUNSCREEN Skibrille. Eine Solarzelle steuert die Tönung der Scheibe automatisch und passt sie an wechselnde Lichtverhältnisse an. Batterien oder einen manuellen Schalter benötigt das System nicht.
Das kosten die Porsche-Ski
Die neuen Ski sind bereits im deutschen Porsche-Onlineshop erhältlich. Sowohl der PORSCHE 7 Series als auch der PORSCHE 8 Series kosten dort jeweils 1.650 Euro inklusive Mehrwertsteuer; Bindung und Skitasche gehören laut Hersteller zum Set.




