Aus der "Ortler Skiarena" wird zur Wintersaison 2026/27 die "Südtirol Skiarena". Der Skipassverbund wächst zudem um drei Skigebiete und reicht künftig vom Reschenpass bis ins Ahrntal. Neu ist außerdem eine Ganzjahreskarte für Winter und Sommer. Wir erklären euch, welche Skigebiete zur neuen Südtirol Arena gehören und wie sich der neue Verbund von Dolomiti Superski, dem zweiten großen Skipassverbund in Norditalien, unterscheidet.
Aus 15 werden 18 Skigebiete
Fast fünf Jahrzehnte lang stand die Ortler Skiarena vor allem für familienfreundliches Skifahren im Westen Südtirols. Inzwischen reicht der Verbund jedoch weit über das Gebiet rund um den Ortler hinaus. Deshalb wird er ab der Saison 2026/27 zur Südtirol Skiarena umbenannt.
Neu dabei sind Ratschings-Jaufen im Wipptal sowie Speikboden und Klausberg im Tauferer Ahrntal. Damit wächst die Skiarena von 15 auf 18 Skigebiete und erstreckt sich künftig quer durch Südtirol. Zwei Mitglieder liegen sogar außerhalb der Provinz: Nauders am Reschenpass befindet sich in Österreich, Minschuns im Schweizer Val Müstair.
Diese Skigebiete gehören zur Südtirol Skiarena
- Schöneben-Haideralm
- Watles
- Sulden am Ortler
- Trafoi
- Alpin Arena Schnals
- Schwemmalm
- Meran 2000
- Pfelders
- Vigiljoch
- Rittner Horn
- Reinswald
- Rosskopf
- Ladurns
- Nauders am Reschenpass
- Minschuns
- Ratschings-Jaufen
- Speikboden
- Klausberg
Zusammen kommen die 18 Gebiete auf über 550 Pistenkilometer. Diese sind allerdings nicht miteinander verbunden. Die Südtirol Skiarena ist ein gemeinsamer Kartenverbund aus eigenständigen Skigebieten, zwischen denen teils größere Entfernungen liegen.
Vom Familienberg bis zum Gletscherskigebiet
Die Stärke des Verbunds liegt in seiner Vielfalt. Dazu zählen kleine Familiengebiete wie Vigiljoch, Trafoi und Reinswald ebenso wie größere Skizentren mit modernen Anlagen und mehreren Dutzend Pistenkilometern.
Besonders schneesicher sind Sulden am Ortler und die Alpin Arena Schnals oben am Gletscher. In Sulden reichen die Abfahrten bis auf rund 3.250 Meter. Am Reschenpass bieten Schöneben-Haideralm und Nauders breite Pisten, Funparks und ein vielseitiges Familienangebot.
Mit Ratschings-Jaufen kommt ein modernes Skigebiet mit überwiegend nordseitigen Hängen hinzu. Speikboden und Klausberg erweitern die Skiarena bis ins Ahrntal. Die beiden Gebiete treten bereits gemeinsam als Skiworld Ahrntal auf und bieten sportliche Abfahrten, Kinderbereiche und ein hochalpines Panorama.
Ganzjahreskarte und Mehrtagesskipässe
Die wichtigste Neuerung betrifft nicht nur den Winter. Aus der bisherigen Saisonkarte wird eine 365-Tage-Karte, die nach den bislang veröffentlichten Angaben für Erwachsene im Vorverkauf 599 Euro kostet (bis 30.11.).
Im Winter gilt sie an allen geöffneten Liften der 18 Skigebiete. Im Sommer können die teilnehmenden Bergbahnen ebenfalls genutzt werden. Nach der bisher vorgestellten Regelung ist dabei pro Lift jeweils eine Fahrt enthalten. Eine unbegrenzte Sommer-Saisonkarte ist das Angebot somit nicht.
Daneben gibt es Mehrtagesskipässe für Gäste, die mehrere Gebiete während eines Urlaubs ausprobieren möchten. Der Skipasspreis richtet sich dabei nach dem Reisezeitraum (Haupt- oder Nebensaison): Erwachsene zahlen für drei Tage zwischen 182 und 221 Euro, für vier Tage zwischen 233 und 284 Euro, für fünf Tage zwischen 279 und 339 Euro und für sechs Tage zwischen 320 und 390 Euro.
Damit eignet sich die Jahreskarte vor allem für Einheimische und regelmäßige Besucher. Wer nur einige Tage in der Region verbringt und mehrere Gebiete kennenlernen möchte, kann dagegen auf die flexibleren Mehrtageskarten zurückgreifen.
Konkurrenz für Dolomiti Superski?
Mit 18 Mitgliedern wirkt die Südtirol Skiarena zunächst größer als Dolomiti Superski mit seinen zwölf Skiregionen. Die Zahlen sind jedoch nicht direkt vergleichbar.
Die Südtirol Skiarena zählt überwiegend einzelne Skigebiete. Dolomiti Superski fasst dagegen große Regionen zusammen, die teilweise aus mehreren Teilgebieten bestehen. Gröden und die Seiser Alm werden beispielsweise gemeinsam als eine Region geführt.
Dolomiti Superski umfasst rund 1.200 Pistenkilometer und 450 Liftanlagen in Südtirol, dem Trentino und der Provinz Belluno. Die Südtirol Skiarena erreicht mit rund 500 Kilometern nur gut 40 Prozent dieses Pistenumfangs.
Auch Dolomiti Superski ist nicht vollständig zusammenhängend. Rund um die Sellaronda sind Gröden, Alta Badia, Arabba und das Fassatal direkt miteinander verbunden. Zwischen anderen Regionen sind dagegen Auto, Bus oder Bahn notwendig.
Zwei unterschiedliche Konzepte
Dolomiti Superski ist eine international bekannte Urlaubsdestination mit großen Skiregionen, umfangreicher Infrastruktur und berühmten Skirunden. Die Südtirol Skiarena setzt stärker auf kleinere und mittlere Familiengebiete, regionale Vielfalt und eine vergleichsweise günstige Ganzjahreskarte.
Hier ein kurzer Vergleich der wichtigsten Fakten:
| Südtirol Skiarena | Dolomiti Superski | |
|---|---|---|
| Gebiete | 18 | 12 |
| Pistenkilometer | rund 550 km | rund 1200 km |
| Geografie | Südtirol, Tirol, Graubünden | Südtirol, Trentino, Belluno |
| Direkt verbunden | nein | teilweise |
| Ausrichtung | Einheimische und Familien | internationaler Skiurlaub |
| Kartenmodell | Ganzjahres- und Mehrtageskarten | getrennte Winter- und Sommerkarten |
Eines ist sicher: Die neue Südtirol Skiarena wird Dolomiti Superski hinsichtlich Größe und internationaler Bekanntheit nicht einholen. Das ist aber auch nicht das Ziel. Vielmehr entsteht mit dem neuen Angebot ein landesweiter, familienorientierter Verbund, der erstmals ein gemeinsames Angebot für Winter und Sommer schafft.




