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Upgrade auf der Schmittenhöhe: Kapellenbahn wird zum 8er Sessel

Mit dem Neubau der Kapellenbahn setzt die Schmittenhöhe in Zell am See ihren Modernisierungskurs am Berg weiter fort. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits mehrere Anlagen erneuert wurden, ist nun die nächste Bahn an der Reihe: Die bestehende 4er-Sesselbahn wird durch eine moderne 8er-Sesselbahn ersetzt – mit mehr Komfort, höherer Sicherheit und deutlich mehr Kapazität für Wintersportler.

Die Baugenehmigung für das Projekt liegt inzwischen offiziell vor, die Arbeiten haben bereits begonnen. Ziel der Schmittenhöhebahn AG ist es, die neue Bahn rechtzeitig zum kommenden Winter 2026/2027 in Betrieb zu nehmen. Nach der Sonnkogelbahn und der Modernisierung der Breiteckbahn setzt das Unternehmen damit den Ausbau der Infrastruktur am Berg konsequent fort.

Mehr Kapazität und kürzere Fahrzeiten

Nach 25 Betriebsjahren wurde die alte 4er Sesselbahn zum Saisonende abgeschaltet.
Nach 25 Betriebsjahren wurde die alte 4er Sesselbahn zum Saisonende abgeschaltet. © Stefanie Oberhauser

Die bisherige Kapellenbahn auf der Schmittenhöhe ist als 4er Sessel seit dem Jahr 2001 in Betrieb. Künftig transportiert eine kuppelbare 8er-Sesselbahn die Gäste deutlich schneller und komfortabler zur Bergstation, wo sich auch die namensgebende Kapelle befindet. 

Besonders spürbar wird die Modernisierung beim Ein- und Ausstieg: Durch die kuppelbaren Sessel reduziert sich die Geschwindigkeit in den Stationen deutlich. Das sorgt laut Schmittenhöhebahn AG für ein ruhigeres und sichereres Fahrerlebnis. Gleichzeitig fährt die Bahn auf der Strecke schneller und verkürzt die Fahrzeit auf rund drei Minuten.

Auch die Förderleistung steigt deutlich an. Statt bisher 2.394 Personen pro Stunde können künftig bis zu 3.400 Wintersportler pro Stunde befördert werden. Zur Ausstattung gehören moderne Einzelsitze mit Sitzheizung, Wetterschutzhauben, automatisch verriegelbare Schließbügel und ein komfortabler Förderbandeinstieg.

Technisch setzt die neue Kapellenbahn auf moderne Sicherheitslösungen. Die Bergstation wird mit dem sogenannten AURO-System von Doppelmayr ausgestattet. Kameras und Sensoren überwachen dabei permanent die Ausstiegsbereiche und reagieren bei Bedarf automatisch. Bereits bei der Breiteckbahn kommt diese Technologie zum Einsatz.

Verbesserte Pistenführung und neue Infrastruktur

Die Pistenführung an der Talstation wird im Zuge des Neubaus optimiert und attraktiver gestaltet.
Die Pistenführung an der Talstation wird im Zuge des Neubaus optimiert und attraktiver gestaltet. © Schmittenhöhebahn AG

Im Zuge des Neubaus wird auch die Talstation um rund 150 Meter in Richtung Piesendorf verlegt. Dadurch sollen sowohl die Zufahrt zur Pingauer Hütte als auch die Rückkehr für Wintersportler verbessert werden. Gleichzeitig wird die Pistenführung in diesem Bereich optimiert und attraktiver gestaltet.

>> Zum Pistenplan des Skigebiets

Zusätzlich entstehen in der neuen Bergstation ein moderner Pistenrettungsstützpunkt sowie erweiterte Sanitäranlagen für Gäste und Mitarbeiter.

Wettervorhersage

Die wichtigsten Fakten zur neuen Kapellenbahn

Die Kapellenbahn liegt im oberen Teil des Skigebiets und endet an der Bergstation der Schmittenhöhebahn.
Die Kapellenbahn liegt im oberen Teil des Skigebiets und endet an der Bergstation der Schmittenhöhebahn.
  • Kuppelbare 8er-Sesselbahn
  • Talstation auf 1.728 Metern
  • Bergstation auf 1.964 Metern
  • 10 Stützen
  • Geschwindigkeit bis zu 5,5 m/s
  • Fahrzeit rund 3 Minuten
  • Förderleistung bis zu 3.400 Personen pro Stunde
  • Maximal 42 Sessel im Einsatz
  • Hersteller Doppelmayr
     

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Nachhaltigkeit spielt beim Neubau eine zentrale Rolle

Zweites Leben: Die alte 4er Sesselbahn wird sich künftig in Rumänien weiter drehen.
Zweites Leben: Die alte 4er Sesselbahn wird sich künftig in Rumänien weiter drehen. © Stefanie Oberhauser

Beim Bau der neuen Kapellenbahn setzt die Schmittenhöhebahn AG stark auf Naturverträglichkeit und Ressourcenschonung. Geplant sind umfangreiche ökologische Begleitmaßnahmen, darunter Wiederaufforstungen und spezielle Schutzmaßnahmen für Raufußhühner. Besonders wertvolle Waldflächen mit mehr als 150 Jahre altem Bestand bleiben erhalten und wurden bewusst in die Planung integriert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Amphibienschutz. Dafür wird ein rund drei Kilometer langer Schutzzaun errichtet. Die betroffenen Bereiche werden täglich kontrolliert und Tiere vorsichtig in vorbereitete Ersatzlebensräume umgesiedelt, bevor weitere Bauarbeiten erfolgen.

Zweites Leben für die alte Bahn in Rumänien

Auch die bestehende Kapellenbahn wird nicht verschrottet. Die Anlage wird sorgfältig abgebaut und künftig in Rumänien weiterverwendet. Laut Schmittenhöhebahn AG verfolgt das Unternehmen dieses Prinzip der Weiterverwendung bereits seit Jahren erfolgreich – nicht nur bei Liftanlagen, sondern auch bei Fahrzeugen und technischer Infrastruktur.

77 Pistenkilometer mit beeindruckendem Panorama

Das Skigebiet auf der Schmittenhöhe bietet breite Genussabfahrten mit Traumpanorama auf den Zeller See.
Das Skigebiet auf der Schmittenhöhe bietet breite Genussabfahrten mit Traumpanorama auf den Zeller See. © Johannes Radlwimmer

Die Schmittenhöhe zählt zu den bekanntesten Skigebieten im Salzburger Land. Wintersportler erwartet hier ein abwechslungsreiches Angebot mit breiten Genussabfahrten, sportlichen Pisten und beeindruckendem Panorama auf den Zeller See sowie mehr als 30 Dreitausendern.

Das Skigebiet bietet rund 77 Pistenkilometer und moderne Liftanlagen. Besonders beliebt sind die langen Talabfahrten nach Zell am See und Schüttdorf sowie die anspruchsvolle Trassabfahrt mit bis zu 70 Prozent Gefälle. Familien finden mit Schmidolins Drachenpark, Kidsslope und Funslope XXL eigene Erlebnisbereiche für Kinder und Einsteiger.

Durch den Skikartenverbund mit der ALPIN Card können mit einem Skipass auch die Nachbarskigebiete von Saalbach-Hinterglemm und Kitzsteinhorn-Kaprun erkundet werden.

>> Ausführliche Infos zum Skigebiet

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Andrea Poschinger
Als Redakteurin bei SnowOnline habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern stand ich zum ersten Mal im Kindergarten. Falls ihr Fragen oder Anregungen zu SnowOnline oder unserem Sommerportal Mehr erfahren
aktualisiert am 21.05.2026

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