Eine große Neuerung erwartet Wintersportler künftig im Snow Space Salzburg: Mit der Skisaison 2026/27 geht am Grafenberg in Wagrain eine brandneue 10er-Kabinenbahn in Betrieb. Sie ersetzt gleich drei in die Jahre gekommene Anlagen auf einen Schlag: Die über 40 Jahre alte Grafenbergbahn aus dem Jahr 1985 sowie die beiden bisherigen Grafenberg Express Bahnen. Die Auffahrt auf den Wagrainer Hausberg wird damit spürbar komfortabler, schneller und erlebnisreicher.
Eine Bahn, drei Vorgänger
Was bisher auf drei Anlagen verteilt war, läuft künftig über eine einzige, leistungsstarke Seilbahn. Das bedeutet weniger Wartezeit, weniger Umsteigen und deutlich mehr Fahrkomfort für alle, die den Grafenberg erobern wollen. Statt sich zwischen mehreren Liften zu entscheiden, führt ab Winter 2026/27 nur noch ein Weg nach oben – und der ist so leistungsfähig, dass er den bisherigen Betrieb locker mitübernehmen kann.
Die neue Anlage bringt einige beachtliche Werte mit:
- Fahrzeit von rund 10 Minuten bei einem Tempo von 6 Metern pro Sekunde
- Kapazität von 3.400 Personen pro Stunde
- 120 Kabinen, getragen von 23 Stützen
Wer in die Gondel steigt, bekommt gleich zu Beginn des Skitags einen der schönsten Ausblicke der Region geboten: Die Fahrt bietet freie Sicht auf die Hohen Tauern, das Tennengebirge und den Hochkönig – ein Panoramablick, der schon vor der ersten Kurve für gute Laune sorgt.
Bessere Anbindung an den Rest des Skigebiets

Praktisch wird die neue Bahn auch für alle, die mehr vom Snow Space Salzburg sehen wollen: Über die Mittelstation gelangt man künftig unkompliziert zum G-LINK und damit weiter in Richtung Flying Mozart, Grießenkar und Flachau. Wer die berühmte Skiverbindung über die zwölf Gipfel der Region in Angriff nehmen möchte, hat damit einen deutlich bequemeren Einstiegspunkt.
Gute Nachrichten gibt es auch für Fans der Grafenberg-Abfahrt, einer der meistbefahrenen Pisten im gesamten Gebiet: Dank der kürzeren Umlaufzeiten lassen sich mehr Abfahrten pro Tag einplanen – ideal für alle, die den Hang besonders gern im weichen Morgenlicht genießen.
Auch unten im Tal tut sich etwas

Nicht nur die Bergstation wird modernisiert: Auch an der Talstation entsteht eine neue, übersichtliche Infrastruktur mit ebenerdigem Zugang zu Kassenbereich, Shop und Gastronomie.
Zusätzliche Skidepots und kürzere Gehwege sollen dafür sorgen, dass der Skitag schon beim Einsteigen entspannt beginnt und beim Aussteigen genauso entspannt endet.
Wettervorhersage
Bauarbeiten laufen auf Hochtouren
Wer den Grafenberg dieser Tage besucht, bekommt schon einen Vorgeschmack darauf, mit welchem Tempo und welcher Präzision hier gearbeitet wird. Besonders spektakulär war die Montage der Stützen: Da ein Großteil der Trasse mit schwerem Baugerät kaum zugänglich ist, wurden die tonnenschweren Stützen per Hubschrauber eingeflogen und millimetergenau an ihrem jeweiligen Standort abgesetzt. Für die Piloten und das Bauteam am Boden bedeutete das höchste Konzentration – ein Fehler von wenigen Zentimetern hätte gereicht, um die Fundamente zu verfehlen.
Solche Bauetappen zeigen, welcher logistische Aufwand hinter einem Projekt dieser Größenordnung steckt. Parallel zur Stützenmontage laufen bereits die Arbeiten an Tal- und Bergstation sowie an der neuen Mittelstation, damit alle Teile der Anlage rechtzeitig ineinandergreifen.
Geplant ist die Inbetriebnahme der neuen Grafenbergbahn zum Start der Wintersaison im November 2026. Bis dahin heißt es für alle Wintersportler noch etwas Geduld – dann aber ersetzt eine einzige, moderne 10er-Gondel gleich drei bisherige Liftanlagen am Wagrainer Hausberg.
Zweites Leben für den Grafenberg Express

Interessant ist auch, was mit einer der bisherigen Anlagen passiert: Die 8er-Gondelbahn Grafenberg Express 1 wird nicht einfach verschrottet, sondern wandert nur wenige Kilometer weiter nach Eben im Pongau.
Im dortigen Familienskigebiet Monte Popolo – ebenfalls Teil der Snow Space Familie – übernimmt sie künftig als „Popolo I“ den Zubringerdienst ins Skigebiet und löst dort einen echten Oldtimer ab: Den seit 1973 laufenden Doppelsessellift, der ursprünglich als Reitlehenbahn bekannt war und 2008 zuletzt technisch nachgerüstet wurde. Nach über 50 Betriebsjahren durfte er im März 2026 seine letzten Fahrten absolvieren, ehe die Wagrainer Gondel seinen Platz einnimmt.
Für Eben bedeutet der Umstieg von der offenen Sesselbahn auf eine geschlossene 8er-Gondel einen deutlichen Komfortgewinn – gerade bei Wind und Kälte ein spürbarer Unterschied. Die Wiederverwendung der Gondelbahn ist nicht nur nachhaltig, sondern spart laut Berichten auch rund 50 Prozent der Kosten im Vergleich zu einer Neuanschaffung.
120 Pistenkilometer im Snow Space Salzburg

Das Skigebiet Snow Space Salzburg zählt zu den großen Skiregionen im Salzburger Landund vereint die drei Orte Flachau, Wagrain und St. Johann-Alpendorf zu einem zusammenhängenden Pistenparadies. Auf insgesamt rund 120 Pistenkilometern und 47 Liften und Seilbahnen ist für jeden Anspruch das passende Terrain dabei – von breiten blauen Genusspisten über anspruchsvolle rote Hänge bis zu steilen schwarzen Abfahrten und der berühmten Hermann-Maier-FIS-Weltcupstrecke.
Für Familien sorgen unter anderem Wagrainis Winterwelt, der Snowpark Alpendorf sowie zahlreiche Übungshänge und Skischulen für abwechslungsreichen Winterspaß abseits der klassischen Piste. Der Skibetrieb im Snow Space Salzburg startet heuer voraussichtlich am 28. November 2026 und läuft bis Sonntag, den 4. April 2026.
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