Die sommerliche Hitze macht auch vor Europas höchstem Skigebiet nicht halt: Zermatt hat seine Gletscherpisten vorerst für Freizeitskifahrer geschlossen. Die hohen Temperaturen setzen der Schneeauflage auf dem Theodulgletscher stark zu – und zeigen einmal mehr, wie schwierig ein Sommerskibetrieb inzwischen geworden ist. Auch in den übrigen Alpen wird das Angebot immer kleiner.
Temperaturen von mehr als 15 Grad
Schon seit Anfang Juli hatten die Zermatt Bergbahnen auf die schwierigen Bedingungen reagiert und die tägliche Öffnungszeit um eine Stunde verkürzt. Doch trotz des früheren Betriebsschlusses um 12 Uhr verschlechterte sich die Schneeauflage weiter. Nun bleiben die Gletscherpisten bis auf Weiteres geschlossen – lediglich einzelne reservierte Trainingsbereiche können noch von Rennteams genutzt werden.
Zuletzt standen auf dem Plateau Rosa nur noch zwei Pisten und drei Schlepplifte zur Verfügung. Zeitweise wurden auf dem Gletscher Temperaturen von mehr als 15 Grad gemessen. Durch die Wärme weicht der Schnee schnell auf, während die schützende Auflage auf dem Eis immer dünner wird. Wann das Skigebiet wieder für die Öffentlichkeit öffnen kann, hängt deshalb von der weiteren Wetter- und Schneelage ab.
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So sieht es auf den anderen Gletschern aus

Zermatt ist mit den Problemen nicht allein. Am Hintertuxer Gletscher in Tirol findet derzeit ebenfalls kein Skibetrieb statt; der Start in die neue Saison wird erst für Ende September erwartet. In Saas-Fee in der Schweiz können Wintersportler dagegen weiterhin noch vormittags auf dem Mittelallalin fahren. Bis Ende August sind die Pisten dort täglich von 7 bis 12 Uhr geöffnet. Auch am Stilfser Joch in Südtirol läuft der Skibetrieb momentan noch am Vormittag.
In Frankreich sind die kurzen Sommerski-Zeiträume bereits beendet. Les 2 Alpes schloss sein Gletscherangebot am 5. Juli. In Tignes wurde das ursprünglich bis zum 19. Juli geplante Saisonende wegen der Bedingungen auf den 15. Juli vorgezogen. Auf dem Pisaillas-Gletscher in Val d’Isère beschränkt sich der Skibetrieb ohnehin auf wenige Wochen im Juni.
Der vorläufige Stopp in Zermatt unterstreicht damit einen alpenweiten Trend: Sommerskifahren konzentriert sich auf immer weniger Gletscher und immer kürzere Zeitfenster. Selbst große Höhen bieten während langer Hitzeperioden keine Garantie mehr für einen durchgehenden Skibetrieb. Ein Ende des durchgängigen Sommerskibetriebs kommt auch in den Alpen immer mehr in Sicht.
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