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Anden im Ausnahmezustand: Skigebiet in Chile meldet fast 5 Meter Neuschnee!

Ein seltener Wintersturm sorgt in den chilenischen Anden für außergewöhnliche Schneemengen. Spitzenreiter ist Portillo, wo das Skigebiet inzwischen über 4,80 Meter Neuschnee in den letzten Tagen meldet. Die Zufahrtsstraßen sind gesperrt, die Lifte eingeschneit und geschlossen. Auch weitere Skigebiete der Region sind betroffen, unter anderem La Parva, Valle Nevado oder El Colorado. Während bei uns der Sommer für Bikiniwetter sorgt, befindet sich die  Südhalbkugel im tiefsten Winter. 

Portillo als absoluter Spitzenreiter

Portillo ist derzeit der auffälligste Hotspot des Andensturms. Das chilenische Skigebiet selbst meldet am 23. Juli 2026 über 480cm Neuschnee seit Beginn der Schlechtwetterphase vor knapp zehn Tagen, 466cm in den letzten 7 Tagen und immer noch 33cm in den letzten 24 Stunden. Im Vergleich dazu: In den Wochen zuvor waren in Portillo seit Beginn der Skisaison Anfang Juni nur knapp 45cm Neuschnee gefallen.  

Schwere Schneestürme gibt es in den Anden immer mal wieder für einige Tage, allerdings kommen dann lediglich 1 bis 2 Meter Neuschnee zusammen. Die aktuelle Intensität ist außerwöhnlich. Für den laufenden Betrieb bedeutet das gesperrte Straßen, geschlossene Lifte und Sicherheitsmaßnahmen an den Hängen. Bis wieder Normalität einkehrt, wird es noch etwas dauern. Allerdings ist etwas Wetterbesserung bereits in Sicht und der Schneefall lässt leicht nach. 

Hier einige beeindruckende Bilder, die das Skigebiet Portillo aktuell auf Facebook gepostet hat: 

Wichtig zu wissen in diesem Zusammenhang: Die gemeldete Neuschneemenge ist nicht automatisch die gemessene Schneehöhe am Boden. Durch Wind, Verdichtung und unterschiedliche Messzeitpunkte können die Werte deutlich voneinander abweichen. So liegt die aktuell gemessene Schneehöhe in Portillo auch "nur" bei 260cm und nicht bei fast fünf Metern.

Schneehöhen

Mehrere Skigebiete in Chile und Argentinien betroffen

Der Sturm hat die zentralen Anden großflächig erfasst. In Chile melden neben Portillo auch La Parva, El Colorado, Ski Arpa, Chapa Verde und Nevados de Chillán außergewöhnliche Schneemengen; einige dieser Gebiete verzeichneten zwischen zwei und fast vier Metern Neuschnee. Viele von ihnen konnten mittlerweile aber einzelne Lifte sogar wieder öffnen. 

Auf argentinischer Seite sind besonders Las Leñas und Los Puquios betroffen, wenn auch mit deutlich geringeren Mengen als in Chile. Über die Skigebiete hinaus hat der Sturm die Passstraßen im Grenzgebiet lahmgelegt: Hunderte Touristen und Fernfahrer saßen zeitweise in Hochlagen um 3000 Meter fest, wo sich mehr als ein Meter Schnee auf den Straßen ansammelte.

Ein Wintersturm mit Signalwirkung

Der Sturm zeigt, wie schnell sich die Schneelage in den zentralen Anden verändern kann. Nach einem verhaltenen Saisonstart hat der aktuelle Wetterumschwung in kurzer Zeit massive Mengen gebracht und die Skigebiete vor operative Herausforderungen gestellt. Für Wintersportler ist das zwar ein gutes Zeichen für die Saison, kurzfristig aber auch ein Sicherheitsrisiko durch Lawinengefahr, gesperrte Zugänge und eingeschränkten Liftbetrieb.

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Andrea Poschinger
Als Redakteurin bei SnowOnline habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern stand ich zum ersten Mal im Kindergarten. Falls ihr Fragen oder Anregungen zu SnowOnline oder unserem Sommerportal Mehr erfahren
aktualisiert am 23.07.2026

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