Gletscher auf einen Blick: Pitztal
Höchstes Skigebiet Österreichs
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Die Pitz-Panoramabahn geht bis auf 3.440 Meter. |
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Der Pitztaler Gletscher ist das höchst gelegene Skigebiet Österreichs. Diesen Titel hat man der bis auf 3.440 Meter reichenden Pitz-Panoramabahn zu verdanken. Eine Gletscher-U-Bahn bringt die Gäste vom 1.740 Meter hoch gelegenen Mittelberg am Ende des Tales bis auf 2.860 Meter. Neben der Pitz-Panoramabahn geht es im ewigen Eis mit einer Gondelbahn, einer Sechser-Sesselbahn und drei Schleppliften weiter. Der Skibetrieb spielt sich in einer Höhe von 2.750 bis 3.440 Metern ab, das Pistenangebot ist durchaus anspruchsvoll. In den Wintermonaten kommt das Skigebiet Rifflsee, das immerhin auch bis auf 2.800 Meter reicht, hinzu.
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Blick auf die Sesselbahn Gletschersee. |
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Skifahrzeit
Auf den Sommerskilauf verzichtet man am Pitztaler Gletscher bereits seit vielen Jahren mangels Interesse. Die Skisaison dauert von September bis Mitte Mai. Der Skibetrieb startet im September meist an der oberen Sektion der Pitz-Panoramabahn. Danach werden Stück für Stück die restlichen Anlagen in Betrieb genommen. Damit das möglichst schnell geht, stehen den Pitztalern seit dieser Saison nicht nur herkömmliche Schneekanonen zur Verfügung. Der "IDE-Snowmaker" kann bei Temperaturen von bis zu 30 Grad Maschinenschnee produzieren und soll vor allem im Herbst zum Einsatz kommen.
Historie
An Weihnachten 1983 sind die Pitztaler wahrlich reich beschenkt worden. Kurz vor Heiligabend öffneten die Pitztaler Gletscherbahnen für den Publikumsverkehr. Das Unternehmen wurde nicht nur zu einem wichtigen Arbeitgeber, das Gletscherskigebiet ist auch für den Tourismus im Tal von großer Bedeutung. Stück für Stück baute man das Skigebiet weiter aus und es wurde somit zu einer echten Pilgerstätte für Skifans. Schon vor 100 Jahren pilgerten die Pitztaler, damals allerdings noch aus anderen Gründen, an die Gletscherzunge. Der Pfarrer hielt am Gletscher einmal im Jahr eine Messe ab, in der er den Herrgott um Schutz vor den Gletschermassen bat, die damals noch bis kurz vor die Häuser Mittelbergs reichten.
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Im Herbst sind viele Rennläufer im Pitztal. |
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Publikum
Speziell im Herbst gilt der Pitztaler Gletscher als bevorzugtes Trainingsgebiet etlicher Nationalmannschaften, aber auch viele Hobbyskifahrer starten in die Saison. Vor allem im Oktober und November herrscht daher Hochbetrieb am Gletscher. Je nach Schnelage in den tiefer gelegenen Gebieten wird es im Hochwinter etwas ruhiger am Gletscher. Im Frühjahr steigen die Besucherzahlen wieder an. Dann verkürzen die Gletscherbahnen auch den Skitourengängern, die zur Wildspitze (3.774 Meter) unterwegs sind, den Aufstieg.
Große Pläne
Ein möglicher Zusammenschlusses des Pitztaler Gletschers mit den Gletscherskigebieten von Sölden im benachbarten Ötztal ist weiterhin aktuell. "Beide Täler wollen es", sagt Gletscherbahn-Chef Willi Krüger. Ein Pitztaler Beitrag zu einer Gletscherskischaukel könnte eine Seilbahn von der Talstation auf den Linken Fernerkogel (3.277 Meter) sein.
Text: Sascha Eyßen
Fotos: Pitztaler Gletscher (2), Sascha Eyßen (1)