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Bericht: Extreme Skiing in Crested Butte


Freeriden in Colorado (2)
Extreme Skiing in Crested Butte

Crested Butte

Die Autofahrt bei dichtem Schneefall von Aspen nach Crested Butte gestaltete sich als lang und schwierig. Gute drei Stunden hatte der Routenplaner bei normalem Wetter angegeben, was bei 30 Zentimetern Neuschnee auf komplett ungeräumten Bergpässen schnell zu sieben Stunden wurde. Ohne Allradantrieb wäre dies wahrscheinlich sogar eine Mission impossible geworden. Somit war es wiedermal Mitternacht bis wir unseren Jeep in die Tiefgarage des Elevation Hotels steuerten.

Blauer Himmel und die Pisten direkt vor der Haustür

Sonnenstrahlen weckten uns in der Früh auf. Klar, dass ich sofort aufsprang, ans Fenster rannte und hinaus spähte, was das Wetter sagen würde. Blauster Himmel, keine Wolke in Sicht und die Piste scheinbar direkt vor der Haustüre. In Nullkomma nix sprangen wir in unsere Bergans Klamotten, schlangen das Frühstück hinunter und liefen in Richtung „Meeting Point“, wo wir Todt trafen. Todt lebt seit seiner Kindheit in Crested Butte und kennt folglich wirklich jeden Run des Skigebietes.

Freeride-Paradies

Blick auf das Skigebiet Crested Butte.
Blick auf das Skigebiet
Crested Butte.
Das Skigebiet von Crested Butte gilt als eines der besten „Extreme Skiing Areal“ der USA. Headwall und Big Chute stellen die zentralen Runs auf der Vorderseite dar. Vom Gipfel des High Lifts aus kann man mit einem kurzen Hike ins Tecalli Bowl auf der Rückseite hinein queren. Dieses ist ein richtiges Freeride-Paradies. Freie Hänge im oberen und Treeruns im unteren Bereich bieten alles, was das Freerider-Herz begehrt.

Große Auswahl an tollen Varianten

Ein weiteres interessantes Teilgebiet erschließt sich von der Bergstation des Northface-Lifts. Hier sind ca. 10 Minuten Aufstieg notwendig, um die Hänge von Spellbound, Phenix und North Face Bowl zu erreichen, auf denen in der Regel die US-Extremeski-Championships ausgetragen werden. Skifahrerischer Höhepunkt unter der Vielzahl an Varianten sind die Hänge direkt unterhalb des allgegenwertig markanten Gipfels. Über die High Traverse gelangt man in die „Banana“, das frontseitig größte Couloir. Peel, Orange Peel und Funnel schließen sich weiter außen an Banana an. Allessamt steile Runs mit einigen Hundert Höhenmetern. Kein Wunder dass wir an unserem zweiten Mittag in Crested Butte hier auf Wendy Fisher treffen. Die ehemalige Freeride Weltmeisterin hat sich mit Ihrer Familie in Crested Butte niedergelassen. Eine verdammt gute Wahl!

Einzigartige Atmosphäre in Crested Butt


Cliff-Jump in Crested Butte.
Cliff-Jump in Crested
Butte.
Das Crested Butte Mountain Village ist eine reine Ski-Station. Drei Meilen oberhalb des historischen Ortskerns gelegen, kann man im Mountain Village direkt vor der Haustüre in die Bindungen steigen und los fahren. Im Hauptort Crested Butte selbst könnte man ohne große Veränderungen einen Western drehen. An den Fassaden der Stores, Bars und Saloons wurde glücklicher Weise kaum etwas verändert. Was für eine klasse Atmosphäre. Im Secret Stash werden die wohl abgefahrensten Pizza-Variationen des Wilden Westens serviert. Salami und Feigen oder Mais, Tunfisch und schwarze Bohnen sind nur zwei interessante Rezepte.

Mienenstadt mit magischer Anziehungskraft


Westernatmosphäre in Crested Butte.
Westernatmosphäre in
Crested Butte.
Gerne wären wir noch länger in Crested Butte geblieben. Das einzigartige Flair dieser alten Mienenstadt in dem weiten Tal und die offene, freundliche Art ihrer Bewohner übte eine nahe magische Anziehung auf uns aus. Da wir beide Skitage jedoch bis zur aller letzten Minute auskosten wollten, blieb uns nicht einmal mehr Zeit, einen offiziellen Schnellkurs im Pistenwalzen fahren mitzumachen, der hier in Crested Butte angeboten wird.

Text: Martin Hesse
Fotos: Jessica Haupt



Bilder und Fotos


<p>Blick auf das Skigebiet Crested Butte</p><p>Westernatmosphäre in Crested Butte</p><p>Tiefster Powder in Crested Butte</p><p>Crested Butte</p><p>Cliff-Jump in Crested Butte</p>



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