Freeride-Spot Alpbachtal
1.000 Höhenmeter unverspurter Powder
Da wir Besitzer des Kitzbüheler Alpen Saisonskipasses sind, haben wir die Qual der Wahl, unsere First Tracks im Skigebiet von Kitzbühel, St. Johann, Fieberbrunn, der Skiwelt Wilder Kaiser Brixental, der Wildschönau oder im Alpbachtal zu setzen. Unsere Wahl fällt diesmal auf das Alpbachtal.
Familien stören Freerider nicht
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Lange Powder-Abfahrten locken. |
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Das Alpbachtal bildet den westlichen Zipfel der Kitzbüheler Alpen und grenzt an das benachbarte Zillertal. Von der Inntalautobahn zweigt die Straße bei Kramsach Richtung Süden ab und windet sich einige Serpentinen hinauf, bis man schließlich nach ca. 10 Kilometern die Gondelstation der Wiederbergerhorn Bergbahnen erreicht. Glücklicherweise sind es im Alpbachtal in erster Linie Familien, die hier ihre Ferien verbringen. Freerider hingegen sind nur wenige zu sehen. Umso besser für uns. Kaum aus der Gondel ausgestiegen, warten schon die ersten Tiefschnee Lines auf uns. Nicht schlecht für den Anfang!
Großes Freeride-Potential
Gegen Mittag laufen wir hinauf auf den Gipfel des Wiedersberger Horns, an dessen Ostflanken sich das Skigebiet befindet. Mit Ski am Rucksack benötigen wir für den Aufstieg nicht einmal eine Viertelstunde. Am Gipfel bietet sich uns eine sagenhafte Rundumsicht und zum ersten Mal wird deutlich, welches Freeride-Potential in diesem Skigebiet steckt. Abfahrten in alle vier Himmelrichtungen erscheinen möglich.
Staubender Tiefschnee
Wir entscheiden uns für die nordseitig gelegene Powder Bowl und gelangen nach 400 Höhenmetern in staubendem Tiefschnee zum Vierersessel Kohlgrubenlift. Den Nachmittag verbringen wir in erster Linie an der Hornbahn 2000. Hier ist es zwar nicht besonders steil, dafür ist aber Tiefschneegenuss direkt neben der Piste angesagt.
Baumgartenroute zum AbschlussKrönender Abschluss ist die sogenannte Baumgartenroute von der Wiedersberger Horn Hütte nach Inneralpbach. Über kuppiertes mittelsteiles Gelände und weite Almwiesen ziehen wir unsere Lines hinunter in den Talschluss. 1.000 Höhenmeter nahezu unverspurter Powder ohne zusätzlichen Aufstieg, so etwas gibt es inzwischen wahrlich selten. Grund genug also, um demnächst wieder hierher zu kommen. Dann werden wir pünktlich um 9 Uhr am Lift stehen, um die zahlreichen Varianten vom Gipfel des Wiedersberger Horns weiter zu erforschen.
Text: Martin Hesse
Fotos: Jessica Haupt