"Wichtig, dass ich wirklich top bin"
Interview mit Aspen-Siegerin Kathrin Hölzl
Kathrin Hölzl, die strahlende Siegerin vom Weltcup-Riesenslalom in Aspen (USA), im Interview mit Fischer-Ski. Nach dem Weltmeistertitel im Februar war es der erste Weltcupsieg für die Deutsche.
Normalerweise hast du im ersten Durchgang Probleme damit, wirklich Gas zu geben. Heute hat das geklappt und du konntest als Führende in die Halbzeit gehen. Was war diesmal anders?
Ich weiß auch nicht genau, heute dachte ich mir einfach: du musst voll auf den Ski draufgehen und sauber drüber stehen. Und zwar bei jedem Tor! Ich wollte nicht, so wie im Vorjahr, wieder nur 23. werden. Also hab ich das gemacht.
Wie ging es dir dann als Führende vor dem Start zum zweiten Durchgang?
Am liebsten wäre mir gewesen, wenn ich alles schon hinter mir gehabt hätte. Ich war total nervös. Aber es ist immer so, wenn ich dann aus dem Starthaus und ins Rennen gehe, ist die Nervosität weg. Ich konzentriere mich voll aufs Fahren.
Hast du während deiner Fahrt gewusst, dass du schnell bist? Wie war dein Gefühl dabei?
Eigentlich war ich im zweiten Lauf nicht ganz überzeugt davon, dass es reicht. Aber ich dachte bei mir, dass die anderen sicher auch nicht so toll gefahren sind. Es war ja ziemlich schwierig heute und da fühlt sich jeder schlecht. Ich musste also einfach kämpfen!
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Katrin Hölzl ganz oben auf dem Siegerpodest. |
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Wie waren die Bedingungen? Würdest du sagen, ideal für dich?
Es war ähnlich wie in Val d’Isere, als ich Weltmeisterin wurde. Ein steiler, schwieriger Hang, eisige Piste und schlechte Bodensicht. Damit kann ich gut umgehen.
Dass dein Sieg heute keine Eintagsfliege war, weiß man spätestens seit dem Vorjahr. Werden wir in dieser Saison noch mehr Siege von dir sehen?
Ich hoffe ja! Es ist ein Wunsch, den ich mir hoffentlich erfüllen kann. In dieser Saison ist mir wichtig, dass ich nicht immer nur um Platz Sieben herum fahre, sondern wirklich Top bin. Und zwar konstant. Ganz besonders wichtig wäre das im Februar…
Wie sieht dein weiterer Plan aus für den heutigen Tag?
Jetzt freu ich mich erst mal auf die Ruhe im Hotelzimmer. Ich möchte endlich mit meiner Familie telefonieren. Dann startet die Vorbereitung für morgen schon wieder. Nach dem Rennen ist meist ja auch vor dem Rennen. Vorerst muss ich aber noch etwas Wichtiges erledigen – der Gang zur Dopingkontrolle!
Interview: Fischer-Ski