20. - 23.03.2008: Les Sept Laux
Freeride á la carte
Das Skigebiet Les Sept Laux in den französischen Alpen ist mit seinen 110 Pistenkilometern im Vergleich zu den großen Gebieten wie Chamonix oder Les Arcs eher ein mittelgroßes Gebiet. Doch kann man diese 110 Pistenkilometer bei guter Schneelage vernachlässigen, denn Les Sept Laux wird in der Szene als eines der besten Freeridegebiete Frankreichs gehandelt und demnach am Wochenende fast ausschließlich von Franzosen oder Studenten aus dem nahe gelegenen Grenoble besucht. Auch die Boarder und Skifreestyler kommen im Snowpark mit Halfpipe und Boardercross Pisten auf ihre Kosten.
Skiurlaub ohne Massentourismus
Das Skigebiet erstreckt sich mit seinen 110 Kilometern von 1.350 bis auf 2.500 Metern, umfasst drei Orte und bietet ein herrliches Panorama der Massive von La Chatreuse und Belledonne. Man sieht schon bei der Ankunft, dass Les Sept Laux ein eher unbekanntes Fleckchen in der Skiszene ist. Wer also einen Skiurlaub ohne Massentourismus und ohne übermäßigen Apreski verbringen will, ist hier trotz der typisch französischen Bauweise genau richtig. Da das Skigebiet nicht so bekannt ist wie seine großen Brüder, gibt es kein langes Anstehen an den Liften und keine überfüllten Pisten. Beachtlich ist auch, dass die Liftanlagen alle auf dem neuesten Stand sind, aber es dennoch kein elektronisches Ticketsystem gibt. Es wird, wie vor vielen vielen Jahren ein Anhängeausweis mit Barcode ausgestellt und an jeder Station von Personal kontrolliert. Es passt also alles in das Bild. Ein Skigebiet, welches nicht auf den Massentourismus aus ist.
Typisch französisch
Wir haben den 22.März 2008.Unsere Ankunft in Les Sept Laux zeigt uns, dass es ein absolut anderes Skifahren sein wird, wie im oft so gemütlichen Österreich. Abgesehen von den großen Bauten, die neu renoviert sind, überwältigt uns die Schneemasse völlig. Wir haben gehofft, dass wir viel Schnee bekommen um das Freerideareal auszutesten, doch so viel Schnee hatte keiner von uns vier Testern erwartet. Bei Temperaturen um die -3 Grad Celsius starten wir unsere Skitour in Les Sept Laux.
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Carving in Les Sept Laux. |
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Sicherheit als Grundsatz
Bestens ausgestattet mit Lawinpiepser geht es bergaufwärts. Die Pisten präsentieren sich wie am Tag zuvor erwartet mit einer gewaltigen Schneemasse. Die Pistenraupen fahren, wie uns ein Einheimischer erklärt, bei starkem Schneefall nie, damit die Leute nicht in Versuchung geraten den Tiefschnee abseits der Pisten zu erkunden. Nach zwei Tagen Schneefall klart es das erste Mal auf und es ist nicht zu viel versprochen wenn man sagt, dass sich nun ein absolut tolles Panorama mit mittlerweile fast 2,80 Metern Schnee ausbreitet. Ab sofort sieht man ständig die Lawinenspezialisten im Skigebiet. Auf dem Plateau neben der Bergstation trainieren die Hundetrainer ihre Lawinenhunde und oben am Berg sprengen sie die Pisten sicher. Erst wenn es zwei Tage nicht geschneit hat, werden die obersten Pisten geöffnet. Alles auf Grund der Sicherheit. Die Freerideabfahrten sind der absolute Traum, doch auch die Pisten sind abwechslungsreich und gut präpariert.
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Freerideaction in Les Sept-Laux. |
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Fazit
Les Sept Laux ist ein nicht vom Massentourismus belastetes Gebiet, welches in einem typischen französischen Baustil mit relativ kleinen Wohnungen entlang der Pisten errichtet wurde. Vermissen wird man die österreichische Gemütlichkeit dennoch nicht, da das Skigebiet abseits der Pisten einen enormen Anspruch für Freerider abverlangt und auf den Pisten eine ausgewogene Abwechslung bietet. Wer also das Freiheitsgefühl und den Nervenkitzel sucht, ist hier genau richtig.
Text: Dominik Kneissl
Fotos: Dominik Kneissl (5)