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Skigebiets-Check: Ischgler Winter dreht noch einmal auf


05./06.04.2008: Ischgl / Samnaun
Ischgler Winter dreht noch einmal auf

Blick auf das riesige Ischgler Skigebiet.
Blick auf das riesige
Ischgler Skigebiet.
Der Winter dreht noch einmal richtig auf. Bei unserem Besuch in Ischgl herrschen Anfang  April kalte Temperaturen und es gibt einiges an Neuschnee.  Beste Bedingungen also, um das Gebiet, das eine Gesamtfläche von rund 100 Quadratkilometern umfasst, ausgiebig zu testen. Mit seinem großen Angebot ist Ischgl für den sportlich ambitionierten Kilometerfresser genauso ein lohnenswertes Ziel wie für den feierwütigen Partyjunkie oder den eher gemütlichen Familienurlauber.

Ischgler Vorteile auf einen Blick

Es ist weithin bekannt, dass die Silvretta-Skiregion eine Unmenge modernster Liftanlagen und abwechlsungsreicher Abfahrten bietet. Allein die reinen Daten machen Appetit auf einen Skitag in Ischgl. Mit 40 Lift- und Seilbahnanlagen und ca. 200 Kilometern bestens präparierten Pisten lockt der tiroler Ort.. Die Arena verbindet Ischgl mit dem Schweizer Zollausschlussgebiet Samnaun. Das Hauptskigebiet (90 Prozent) liegt zwischen 2.000  und 2.872 Metern Höhe und ermöglicht aufgrund der schneesicheren Nordhänge eine Saison von Ende November bis Anfang Mai. Und noch eine Zahl: die Anlagen können bis zu 78.465 Personen pro Stunde befördern. Selbst am Morgen im Tal kommt es aufgrund mehrerer Zubringerbahnen nur noch selten zu Wartezeiten. Auf der Idalpe, dem Dreh- und Angelpunkt im Skigebiet, verteilen sich die Besucher ohnehin schnell. Egal ob Anfänger oder Profi – in dem perfekt organisierten Skigebiet wird jeder glücklich. 

An der Idalpe starten zahlreiche Lifte.
An der Idalpe starten
zahlreiche Lifte.
Idalpe ist der Dreh- und Angepunkt

Der Blick Richtung Idalpe ist beeindruckend. Wie auf einem Ameisenhaufen wuseln Hunderte von Wintersportlern rund um das große SB-Restaurant. Wir fahren hinunter ins Höllenkar und hinauf auf den Palinkopf, dem höchsten Punkt des Skigebietes mit 2.864 Metern. Hier gibt’s gleich eine ganze Reihe toller Abfahrten. Entweder 900 Höhenmeter hinunter ins Fimbatal zur Gampenalpe (ein Muss eines jeden Ischgl-Urlaubs), oder zurück über die schwarze Piste ins Höllenkar. Hier oben startet auch die lange Talabfahrt „Zeblaswiesen“ hinunter nach Samnaun.

Alp Trida bietet für jeden etwas

Zahlreiche Duty-Free-Läden findet man im doch eher beschaulichen bündner Skidorf Samnaun. Die zollfreie Enklave im südöstlichsten Zipfel der Schweiz nimmt eine Sonderstellung unter den Skiorten der Alpen ein. Dabei hat Samnaun weit mehr zu bieten als nur günstige Zigaretten, Uhren oder Parfüm. Nämlich ein tolles Skigebiet. Die Doppelstockseilbahn kann bis zu 180 Personen gleichzeitig auf den Alp-Trida-Sattel (2.488 Meter) bringen. Hier findet  jeder seine Strecke. In Sachen Komfort der Liftanlagen setzt man hier Maßstäbe. Knapp 500 Meter höher stehen wir auch schon an der schweizerisch-österreichischen Grenze am Viderjoch (2.760 Meter). Hier am Zollhäuschen kommt es durchaus vor, dass man vor den Grenzbeamten seinen Rucksack öffnen muss. Dabei sollte man nie mehr als eine Stange Zigaretten vom Besuch in Samnaun mit nach Ischgl bringen, ansonsten warten deftige Strafen.

Die Talstation der Velilbahn.
Die Talstation der
Velilbahn.
Funpark mit spektakulären Sprüngen

In der Nähe der Idalpe, erreichbar mit der Idjochbahn, gibt es einen Funpark mit  spektakulären Sprüngen, Railslides und einer Halfpipe. Außerdem gibt es dort auch kleinere Sprünge für den Funpark-Neuling, der sich nicht gleich alle Knochen brechen will. Auch auf Schweizer Seite gibt es einen „Obstacle Park“ am Alp Trida Ecklift.

Bestnoten beim Hütten-Check

Unser Hütten-Check bringt zahlreiche lohnende Ziele hervor. Unsere Favoriten liegen vor allem auf Schweizer Seite bei der Alp Trida. Dort konnten wir die kräftige Frühjahrssonne herrlich genießen. Zudem war es nicht ganz so voll wie auf der Idalpe. Auch sehr schön gelegen und nicht überlaufen ist die Vider Alp unterhalb der Idalpe.

Anfang April ist Ischgl noch tief verschneit.
Anfang April ist Ischgl
noch tief verschneit.
Per Rodel zum Aprés Ski

Ebenfalls lohnenswert ist die beleuchtete, sieben Kilometer lange Rodelbahn von der Idalpe. die es auf einen Höhenunterschied von 950 Metern bringt. Eine Fahrt sollte bei einem Ischgl-Besuch nicht fehlen. Im Tal angekommen, kann man sich zum Aufwärmenn in den berühmten Ischgler Aprés Ski stürzen. Warm wird es einem da garantiert wieder.

Fazit


Wer ein perfekt organisiertes Skigebiet mit möglichst viel Abwechslung sucht, ist in der Silvretta-Skiarena sicher richtig. Egal ob Anfänger oder Profi – jeder wird hier glücklich. Die großen Pluspunkte sind die Schneesicherheit und die modernen Liftanlagen.

Text: 
Marc Behrenbeck, Florian Weis und Bastian Kneissl
Fotos:
Marc Behrenbeck (3), ischgl.com (1)



Bilder und Fotos


Idalpe in IschglSkigebiet IschglIdalp in IschglBlick auf Ischgl




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 Check-Points 
 Kriterium (maximale Punktzahl) CheckPoints
Größe des Skigebietes (10) 9
Liftanlagen (10) 10
Pistenpräpararierung, Service, Beschilderung (10) 9
Schneesicherheit (10) 9
Freeridemöglichkeiten (5) 4
Freestylemöglichkeiten, Funpark, Halfpipe (5) 4
Angebote für Könner (5) 4
Angebote für Fortgeschrittene (10) 10
Angebote für Anfänger (10) 8
Familienfreundlichkeit (5) 3
Aprés-Ski (5) 5
Preis-Leistungsverhältnis (5) 4
Bergrestaurants, Hütten (5) 4
Flair (5) 4
 Gesamtpunktzahl (100)
87  Check-
points
Testbedingungen vom
 Wetter  bewölkt, teilweise Schneefall, winterlich
 Schneebedingungen  Neuschnee
 Lifte und Pisten  Großteil der Lifte und Pisten geöffnet
Beschreibung der Testkriterien
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