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Skigebiets-Check: Beim Debüt gleich an der Spitze


07./08.04.2007: Zermatt / Breuil-Cervinia
Beim Debüt gleich an der Spitze

Das Matterhorn schaut auch beim Pizzaessen zu.
Das Matterhorn schaut auch
beim Pizzaessen zu.
Die Premiere darf als gelungen bezeichnet werden. Zum ersten Mal ist Zermatt in diesem Jahr beim Skigebiets-Check von SNOW-ONLINE.DE vertreten. Gleich beim Debüt reicht es zu einer Spitzenposition. Gemeinsam mit Engadin/St. Moritz belegt der walliser Topskiort derzeit Platz eins. Daran dürfte sich so kurz vor Saisonende wohl kaum noch etwas ändern. Natürlich hatten nicht ausschließlich die Zermatter Pisten, sondern auch das unvergleichliche Ambiente mit dem "Berg der Berge" ihren Anteil an der hohen Punktzahl. Es ist allerdings nicht nur das 4.474 Meter hohe Matterhorn, sondern die Gletscherkulisse allgemein, die die Besucher anzieht. 29 von 38 schweizer Viertausendern stehen in der Region Zermatt.

Zermatt freute sich erneut über ein Nächtigungsplus.
Zermatt freute sich erneut
über ein
Nächtigungsplus.
Schon wieder ein Rekordwinter

Gerade in diesem schneearmen Winter erfreute sich Zermatt, das über insgesamt 14.000 Gästebetten verfügt, großer Beliebtheit. Erneut vermeldete das Matterhorn-Dorf einen Rekordwinter. Die Zahl der Übernachtungen stieg noch einmal um 4.7 Prozent gegenüber der Saison 05/06 an. "Wir haben viel investiert, vor dem Winter 06/07 allein 170 Millionen Franken in neue Bahnen, ein neues Terminal, das neue Matterhorn Museum", erklärt Roland Imboden, Direktor von Zermatt Tourismus. "Unsere weltweite Marketingstrategie zieht, nach der wir uns als DER Skiort in den Alpen positionieren. Und natürlich haben wir davon profitiert, dass wir als einer von wenigen Orten dem Gast Schnee bieten konnten. 60 Prozent unserer Pisten sind auf Gletscher oder beschneit – also absolut schneesicher. Vele haben auf Zermatt umgebucht, weil wir Schnee hatten und andere nicht".

Tiefschneespur am Gornergrat.
Tiefschneespur am
Gornergrat.
Nostalgischer Einstieg ins hochmorderne Skigebiet

Hochmoderne Anlagen gibt es in Zermatt reichlich. Dennoch favorisieren viele Besucher den nostalgischen Einstieg ins Skigebiet. Es ist vor allem bei Schönwetter faszinierend mit der 1898 eröffneten Gornergratbahn unterwegs zu sein. Wobei der Begriff nostalgisch auf die Bahn nur noch oberflächlich zutrifft. Nach mehreren Modernisierungen ist sie längst auf dem Stand der Zeit. Vom Ortszentrum Zermatts geht es hinauf zum 3.100 Meter hohen Gornergrat. Mehrere blaue Abfahrten führen von hier zur Riffelap hinunter. Durch die neue Sechser-Sesselbahn haben diese Pisten vor einigen Jahren zudem einiges an Attraktivität hinzugewonnen. Ein ideales Terrain für Einsteiger und Genußfahrer. Die Abfahrt vom Gornergrat hinunter nach Gant zählt sicherlich zu den schönsten des ganzen Gebietes, ist aber deutlich anspruchsvoller als die Riffelalp-Pisten..

Die Stockhorn-Bahn stellt Ende April ihren Betrieb ein.
Die Stockhorn-Bahn stellt
Ende April ihren Betrieb
ein.
Freerider nehmen Abschied von der Stockhornbahn

Für die eingefleischten Freerider heist es in diesem April Abschied nehmen von der Kabinenbahn aufs Stockhorn. Sie brachte die Könner bislang in zwei Sektionen vom Gornergrat zur Station Hohtälli und von dort zum 3.405 Meter hohen Gipfel. Diese beiden Teilstrecken werden im Winter 07/08 nicht mehr in Betrieb gehen. Die Zermatt Bergbahnen wollen das Freeride-Gebiet dennoch erhalten. Im Sommer 2007 wird daher im Stockhorn Gebiet ein Schlepplift errichtet. Als Ersatz für die Kabinenbahn Gornergrat – Hohtälli wird im Sommer zudem eine Piste mittleren Schwierigkeitsgrades von Hohtälli (3.286 Meter) zum Kellensee (2.913 Meter) gebaut. Mit dieser neuen Verbindung soll der Wechsel vom Rothorn Paradise hinüber zum Gornergrat stark vereinfacht werden. Ab der Saison 07/08 soll zudem die alte Zweiersesselbahn Sesselbahn Sunnegga - Findeln durch eine kuppelbare Vierer-Sesselbahn, die von Sunnegga Paradise via Findeln nach Breitboden (2.534 Meter) führt, ersetzt werden.

Blick auf die Rothorn-Bahn.
Blick auf die Rothorn-Bahn.
Sunnegga-Rothorn: Vielfalt überzeugt

Am schnellsten erreicht man von Zermatt aus das Gebiet Sunnegga-Rothorn. Mit der unterirdischen Standseilbahn geht es flott auf 2.288 Meter. Das Skigebiet zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus. Zum Einschwingen bieten sich einige Fahrten mit dem Patrullarve-Sessellift an. Der lange Sessellift (627 Höhenmeter, 2.075 Meter Länge) bietet gleich drei verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade..Über die Zwischenstation Blauherd geht die Seilbahn auf das 3.103 Meter hohe Rothorn. Über die mittelschwere Rothorn-Abfahrt kann man unter anderem hinunter nach Gant fahren. Eine Abfahrt, die neben der tollen Piste auch landschaftlich kaum zu toppen ist. Von Gant besteht die Möglichkeit, ins Gornergrat-Gebiet hinüber zu wechseln.

Start zur Abfahrt vom Klein Matterhorn.
Start zur Abfahrt vom Klein
Matterhorn.
Klein Matterhorn: Höchste Piste in den Alpen

Wer auf einen möglichst perfekten Matterhornblick Wert legt, der ist am Gornergrat sicherlich besser aufgehoben. Das Kleine Matterhorn, von dem man die nicht ganz so attraktive Rückansicht vom "Berg der Berge" zu sehen bekommt, übt dennoch eine gewaltige Anziehungskraft aus. Schließlich liegt die Bergstation der Bahn auf 3.885 Meter. Die höchste präparierte Skipiste im Alpenraum ist den Zermattern somit sicher. Das Sommerskigebiet hier oben kann in der Wintersaison getrost vernachlässigt werden, weiter unten befinden sich die attraktiveren Pisten. Etwa am Furggsattel, wo oberhalb des Trockenen Steges seit 2003 eine Sechsersesselbahn fährt. Die Abfahrt eignet sich perfekt als Carvingpiste. Deutlich anspruchsvoller geht es hinunter nach Furgg und von dort über die Station Furi nach Zermatt. Die Talabfahrt vom Kleinen Matterhorn bis nach Zermatt hat eine Länge von 17 Kilometern.

Unterwegs im Sessellift in Cervinia.
Unterwegs im Sessellift in
Cervinia.
Cervinia: Lohnender Abstecher trotz fehlendem Ambiente

Ein Abstecher nach Cervinia ist lohnenswert und sollte in keinem Zermatt-Urlaub fehlen. Vom Ganzjahresskigebiet am Kleinen Matterhorn zweigen zwei Pisten in Richtung Italien ab. Die breiten Autobahnen ergänzen das Zermatter Pistenangebot perfekt. Von den funktionellen Wohnsiedlungen, die ganz stark an französische Retortenstationen erinnern, kann man das allerdings nicht behaupten. Breuil-Cervinia (2.050 Meter) kann vom Ambiente mit Zermatt noch nicht einmal im Ansatz mithalten. Die Pisten lassen aber auch hier nur wenige Wünsche offen. Dreh- und Angelpunkt des Skigebietes ist die Mittelstation Plan Maison (2.555 Meter). Hier ist immer etwas los, treffen sich doch hier alle Könnensstufen und starten etliche Lifte und Pisten. Vor allem für lange Carvingschwünge ist das Areal bestens geeignet.

Klein Matterhorn soll zum Viertausender werden

Schon seit geraumer Zeit macht ein ganz besonderes Projekt der Zermatter Schlagzeilen. Auf dem Klein Matterhorn ist der Bau einer Aussichtsplattform auf 4.000 Metern Höhe geplant, 117 Meter über dem eigentlichen Gipfel. Der Ausbau beinhaltet Restaurants, Multimediaraum und eventuell ein Hotel. An der Aussenwand des rund 90 Meter hohen Turms (etwa 30 Stockwerke) sollen Himmelslifte hinauf zur Plattform fahren. Im Sommer 2007 soll bereits mit der ersten Bauetappe begonnen werden. Zunächst wird ein direkter unterirdischer Zugang zum Gletscherpalast gebaut; dann eine Caféteria mit Bergsteigerunterkunft. Ziel ist, die erste Etappe im Herbst 2008 zu beenden. Die Baueingabe für den Weiterausbau soll im Herbst 2007 erfolgen. Bis das Projekt komplett fertig ist, wird es allerdings eine Zeit lang dauern. Als Bauzeit sind acht Jahre veranschlagt.

Text:
Sascha Eyßen
Fotos:
Sascha Eyßen (7)



Bilder und Fotos


Blick aufs MatterhornRundgang durch ZermattTiefschnee am GornergratStockhorn-Bahn ZermattRothorn-Bahn ZermattAbfahrt Klein MatterhornSessellift Cervinia




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 Check-Points 
 Kriterium (maximale Punktzahl) CheckPoints
Größe des Skigebietes (15) 13
Liftanlagen (10) 9
Schneesicherheit (10) 10
Bergrestaurants/Hütten (5) 4
Aprés-Ski (10) 8
Preis-Leistungsverhältnis (10) 7
Familienfreundlichkeit (5) 4
Flair (5) 5
Abwechslungsreichtum (10) 9
Pistenpräpararierung & Service (10) 9
Beschilderung (5) 4
Snowboardangebot (5) 4
 Gesamtpunktzahl (100)
86  Check-
points
Testbedingungen vom
 Wetter  wolkenlos bis leicht bewölkt
 Schneebedingungen  in höheren Lagen Pulver, unter 2.500 Meter sulzig
 Lifte und Pisten  alle Pisten und Lifte geöffnet
Beschreibung der Testkriterien
 Skidatenbank 
 
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