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Skigebiets-Check: Überzeugende Vielfalt rund um das Kitzsteinhorn


08./09.12.2007: Zell am See Kaprun
Überzeugende Vielfalt rund um das Kitzsteinhorn

Weite Gletscherhänge am Kitzsteinhorn.
Weite Gletscherhänge
am Kitzsteinhorn.
Die Europa Sportregion Zell am See Kaprun empfängt uns Mitte Dezember in einem weißen Kleid aus Pulverschnee. Das Kitzsteinhorn gibt mit über 200 Zentimetern Schnee den Ton an, auf der Schmittenhöhe liegen immerhin noch 130 Zentimeter. Zu Beginn unseres Aufenthaltes ist das Wetter nicht sonderlich gut, dennoch überzeugen uns die Skigebiete der Region.

Warme Gondeln auf der Schmittenhöhe

Der Hausberg von Zell am See ist die 2.000 Meter hohe Schmittenhöhe, deren Skigebiet sich wunderschön oberhalb des Zeller Sees ausbreitet. Drei Einstiegspunkte gibt es in das 77 Pistenkilometer umfassende Skigebiet. Von Schüttdorf aus mit der Areitbahn, von Zell am See aus mit dem City-Express oder vom Schmittental mit dem brandneuen trassXpress direkt auf die Schmittenhöhe. „Wir haben damit wiederum einen erheblichen Schritt in Richtung Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung im Sinne unserer Gäste getätigt“, sagt Hans Wallner, Vorstand der Schmittenhöhebahn.
Die acht Personen Platz bietenden Gondeln sind durchweg mit einer Sitzheizung ausgestattet. Wem das dann doch etwas zu heiß wird, der kann auch ganz traditionell den Aufstieg mit der betagten aber zuverlässigen Schmittenhöhenbahn in Angriff nehmen.

Der neue TrassXpress.
Der neue TrassXpress.
Pisten in ausgezeichneten Zustand

Dank Frau Holle und der erstklassigen Beschneiung sind bei unserem Besuch Mitte Dezember alle Pisten bereits bis ins Tal in einem Top Zustand. Der Großteil des Skigebietes ist leicht bis mittelschwer. Besonders breit sind die Pisten an der Areitbahn und von Jedermann zu bewältigen. Nur sollten Anfänger aufpassen, dass sie nicht aus Versehen in die Abfahrten 11, 13 oder 14 abbiegen. Denn diese drei Talabfahrten haben es durchaus in sich, schlängeln sie sich doch alle ziemlich steil durch den Wald in Richtung Zell am See oder Schmittental. Etwas sportlicher geht es auch im Sonnenalm-Gebiet zu. Eines haben die meisten Pisten auf der Schmittenhöhe gemeinsam: der tolle Blick auf den blau schimmernden Zeller See.

Schöne Waldabfahrten auf der Schmittenhöhe.
Schöne Waldabfahrten
auf der Schmittenhöhe.
Neuerungen auf der Schmittenhöhe

Der Wettbewerbsdruck in Sachen Beschneiung, Liftanlagen und Modernisierung ist vor allem im Salzburger Land extrem hoch. Um sich weiterhin zu den Top-Adressen zählen zu dürfen, wurde in der Europasportregion hart und erfolgreich gearbeitet. Neben dem trassXpress zählt zu den Neuheiten im Gebiet Schmittenhöhe ebenfalls die Sechser-Sesselbahn Breiteckbahn, die parallel zur Areitbahn III verläuft. Mit Wetterschutzhaube und Sitzheizung wird auch hier dem Urlauber Luxus pur geboten.

Maiskogel: Gute Bedingungen trotz geringer Höhenlage

Das Skigebiet Maiskogel steht meist im Schatten des mächtigen Kitzsteinhorns. Seit die beiden modernen Sesselbahnen direkt vom Ortsrand von Kaprun hinauf auf den 1.675 Meter hohen Gipfel errichtet wurden, ist der Maiskogel aber eine interessante Alternative geworden. Vor allem Familien mit Kindern fühlen sich auf den superbreiten und leichten Pisten pudelwohl. Die Beschneiung ist lückenlos, wodurch das nordseitige Skigebiet trotz der geringen Höhenlage meist sehr gute Bedingungen aufweisen kann.

Der Gletscher-Park am Kitzsteinhorn.
Der Gletscher-Park am
Kitzsteinhorn.
Kitzsteinhorn: 3.000 Meter über den Dingen

„3.000 Meter über den Dingen“ heißt der Slogan des höchsten Skigebietes des Salzburger Landes. Das Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn bietet meist von Oktober bis in den Mai hinein tolle Schneebedingungen und punktet unter anderem mit der Aussicht auf die höchsten Berge Österreichs wie Großglockner und Großvenediger. Aber auch der weite Blick über den Zeller See nach Norden Richtung Hochkönig und Watzmann ist grandios. "Es gibt bei uns nicht nur Kunstschnee, sondern wir haben vor allem Naturschnee auf den Gletscherpisten. Das Naturschneeerlebnis ist etwas ganz tolles", sagt Norbert Karlsböck, Direktor bei den Gletscherbahnen und zugleich Bürgermeister von Kaprun. Das Pistenangebot ist vorwiegend leicht und mittelschwer. Die Pisten sind sehr breit und exzellent präpariert. Ungetrübtem Ski- und Snowboardvergnügen steht somit nichts mehr im Wege. Einziges Manko: leider fehlt eine Talbfahrt hinunter zu den Gondelbahnen.
 
Drei Snowparks auf 30.000 Quadratmetern

Große Pluspunkte gibt es dagegen für die Möglichkeiten für Snowboarder und Freestyler. Die insgesamt drei Funparks wurden in den vergangenen Jahren zu einem Areal von 30.000 Quadratmetern ausgebaut. "Die Snowparks sind für jeden Level vom Anfänger über den mittelmäßigen Fahrer bis hin zum super Profi geeignet", verspricht Matthias Hofmann von Mellow Constructions, die den Park betreuen. Der "Gletscher Park" war Mitte Dezember Austragungsort des Roxy Chicken Jam. Die weibliche Snowboard-Elite traf sich zum zweiten Mal zu diesem Mega-Event am Kitzsteinhorn. Auf der neuen Webseite www.snowpark.kitzsteinhorn.at gibt es nicht nur alle Fakten rund um die Parks, sondern auch Videos, Fotos und Reisepauschalen in die Region. Auch die Hauptseite www.kitzsteinhorn.at wurde kürzlich neu gestaltet.

Neue Kristallbahn für sieben Millionen Euro

Im November 2007 hat die neue Kristallbahn ihren Betrieb aufgenommen. Die Sechser-Sesselbahn mit beheizten Sitzen ersetzt den Krefelderhüttenlift. Durch den geänderten und verlängerten Trassenverlauf erschließt die neue Bahn, die sich von 2250 bis knapp 2700 Meter erstreckt, neue Pistenflächen. Die Anlage, mit deren Bau im Mai 2007 begonnen wurde, verstärkt die Zubringerkapazitäten vom Alpincenter zum Gletscher. Insgesamt haben die Gletscherbahnen Kaprun für die neue Kristallbahn 7,1 Millionen Euro investiert.

Blick auf den Zeller See.
Blick auf den Zeller See.
Langlauf kontra Seepromenade

Das Angebot für Urlauber ist groß. So gehört das Loipengebot zu den größten in Österreich. Aber auch das Hotelangebot ist recht vielfältig und bietet für jeden Geldbeutel das geeignete Quartier. Wunderschön ist ein Spaziergang am Zeller See mit dem tollen Blick auf das Kitzsteinhorn im Süden und das Steinerne Meer im Norden.

Fazit


Schneesicherheit, Vielfalt und modernes Skivergnügen sind drei Schlagworte für die Europa Sportregion. Uns beeindruckt vor allem die Vielfalt. So reicht die Palette der Pisten von geschützten Waldabfahrten bis zum hochalpinen Gletschererlebnis.

Text:
Bastian Kneissl
Fotos: Bastian Kneissl (3), Sascha Eyßen (2)



Bilder und Fotos


Blick auf das KitzsteinhornTrassXpressSnowpark am KitzsteinhornBlick auf den Zeller See



Links zum Thema


   Bildergalerie Zell am See Kaprun (09./10.12.2007)
   Bildergalerie Kitzsteinhorn (26./27.10.2007)

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 Check-Points 
 Kriterium (maximale Punktzahl) CheckPoints
Größe des Skigebietes (10) 7
Liftanlagen (10) 9
Pistenpräpararierung, Service, Beschilderung (10) 9
Schneesicherheit (10) 10
Freeridemöglichkeiten (5) 3
Freestylemöglichkeiten, Funpark, Halfpipe (5) 5
Angebote für Könner (5) 4
Angebote für Fortgeschrittene (10) 8
Angebote für Anfänger (10) 8
Familienfreundlichkeit (5) 4
Aprés-Ski (5) 4
Preis-Leistungsverhältnis (5) 4
Bergrestaurants, Hütten (5) 4
Flair (5) 4
 Gesamtpunktzahl (100)
83  Check-
points
Testbedingungen vom
 Wetter  ein Großteil der Liftanlagen geöffnet
 Schneebedingungen  bewölkt, Schneefall
 Lifte und Pisten  ein Großteil der Liftanlagen geöffnet
Beschreibung der Testkriterien
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