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Stilfser Joch
Strategisch wichtig und firnschneeverdächtig Das StilfserJoch oder der «PassoStelvio» (vom Italienischen: Passo dello Stelvio) war seit dem 19. Jahrhundert ein sehr bekannter und strategisch wichtiger Passübergang zwischen dem Kaiserreich Österreich/Ungarn und der Lombardei. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das StilfserJoch zu einem der bedeutendsten europäischen Sommer- und Gletscherskigebiete.Die beinahe zweihundert Jahre alte Pass-Straße auf das StilfserJoch stellt noch heute mit ihrem kühnen und perfekten Verlauf ein Meisterwerk des Straßenbaus dar. Von der südtiroler Seite überwindet man mit 48 Spitzkehren einen Höhenunterschied von fast 2'000 Metern. Sie ist schon seit jeher Schaubühne sportlicher Ereignisse gewesen und jeder Radfahrer, der etwas auf sich hält, muss zumindest einmal im Leben diesen großartigen Pass bezwungen haben. Sommerski auf dem Gletscher Nicht weniger faszinierend ist das Gletscherskigebiet auf dem Passo Stelvio / StilfserJoch, das bei den Nationalmannschaften wie auch allen Sommerschneesportlern sehr beliebt ist. Es handelt sich um ein reines Sommerskigebiet, das nur in den Sommer- und Herbstmonaten von Mai bis November geöffnet ist. Während der Wintermonate bleibt der Pass aufgrund der gefährlichen Lawinenabgänge geschlossen. Die Gletscherregion ist sicher und schnell über zwei Seilbahnanlagen erreichbar; in etwa 15 Minuten gelangt man von der Passhöhe auf 2'760 Meter Höhe in das Gletscherskigebiet auf rund 3500 Meter Höhe. Im Gletscherskigebiet selbst befinden sich einige der höchsten Hotels Italiens. Seit Juni 2000 gibt es auf dem Passo Stelvio / Stilfser Joch eine Weltneuheit: die neue Seilbahn FUNIFOR, eine Pendelbahn mit Doppeltragseilen. Die Zufahrt in das Skigebiet ist von drei verschiedenen Seiten möglich: Südtiroler Seite (von Trafoi & Prad / Italien), Veltliner Seite (von Bormio, Sondrio, Livignio / Italien) und Schweizer Seite (von Sta. Maria / Umbrailpaß). Faszinierenden Rundblick genießen Es ist immer wieder auf’s Neue faszinierend, wenn man von der Bergstation der FUNIFOR beim Livrio auf 3170 Meter Höhe bei schönem Wetter den Panorama-Rundblick auf die Berge genießt: Hier oben ist Winter; es liegt Schnee, die Berggipfel sind weiß - und unten im Tal, etwa 2000 Meter tiefer ist alles grün, denn es ist Sommer! Nicht in jedem Skigebiet kann man diese krassen Gegensätze erblicken. Trainingspisten an den Liften Geister I + II Von hier oben kann man sich mit den beiden parallelen Liften Geister I + II an die höchste Stelle, bis auf über 3400 m unterhalb der Geisterspitze ziehen lassen. Der Skilift Geister I ist ein Tellerlift, der etwas weiter hinunterreicht als der Zweier- Schlepplift Geister II, der seinen Einstieg etwas höher hat. Links und rechts der beiden Skilifte werden bereits in aller Frühe von den Nationalmannschaften die Slalom- und Riesenslalom-Stangen zum Trainieren aufgestellt. Die Pisten sind breit, gepflegt und übersichtlich; von den Anforderungen her sind sie im oberen Teil als anspruchsvoll zu bezeichnen und laufen dann beide in einer herrlichen Länge zum einfachen Schwierigkeitsgrad aus. Tellerlift Tucket II Von unten gesehen links der beiden parallelen Lifte Geister I+II befindet sich der Tellerlift Tucket II. Die Hänge beidseitig dieses Lifts sind ebenfalls als Trainingspisten aufgrund der Neigung sehr beliebt. Palmen & Musik am Cristallo-Skilift Möchte man (von unten gesehen ganz rechts) hinüber zum beliebten Cristallo-Skilift, dann lässt man sich am besten wieder mit einem der beiden Geisterlifte ganz hinauf ziehen und fährt dann ins Kälbertal hinunter. Bereits von weitem erkennt man den Schlepplift Cristallo mit der «lustigen» Einstiegsstation: bei schönem Wetter ist die fetzige Radiomusik mit den tanzenden Blumentöpfen kaum zu überhören und zu übersehen. Und am Lifteinstieg gibt es im Schnee einen kleinen "zoologischen Garten" mit Palmen, Schaukeln, Mini-Basketballkörben, Tischfußball und je nach Witterung: freilaufende Hasen und Vögel in Vogelkäfigen. Kleinere Warteschlangen nimmt man hier gerne in Kauf, denn Unterhaltung ist ja genügend geboten. Der Skilift Cristallo führt von 3200 Meter bis auf eine Höhe von etwa 3'350 Meter hinauf. Der neue Skilift Payer Links des Skilifts Cristallo befindet sich der neue Tellerlift Payer. Dies war der bevorzugte Slalomtrainingshang des ehemaligen Skiweltmeisters und Worldcupsiegers Marc Girardelli. Der Einstieg des Skilifts Payer befindet sich ebenfalls auf 3200 Metern Höhe. Allerdings gelangt man mit ihm 50 Meter höher hinauf als mit dem Cristallo-Lift. Er ist somit die Verbindung zu den beiden Skiliften Geister I + II. Durch den Bau dieses Skilifts wird den Skifahrern eine weitere Möglichkeit im Skiparadies eröffnet und das "Anschieben" auf dem Ziehweg vom Cristallo zum Geister erübrigt sich. Nagler, Passo Stelvio & Campi Scuola II Wieder zurück über den neuen Skilift Payer kann man dann über die Abfahrt der Geisterlifte ganz hinunter zum Trincerone gleiten. Von dort kann man wieder mit der neuen Seilbahn FUNIFOR hinauffahren oder sich vom Skilift Nagler (3'000 - 3'200 m) hinaufschleppen lassen. Die Piste linksseitig des Nagler-Lifts ist einigermaßen anspruchsvoll. Vom Ausstieg des Naglerlifts kann man dann aber auch schräg über einen Ziehweg hinunter zum Tellerlift «Campi Scuola» fahren und von dort wieder zu den Geisterliften gelangen oder weiter nach unten zum Skilift Passo Stelvio fahren. Bei guten Schneeverhältnissen ganz zu Anfang (Mai bis Juli) bzw. gegen Ende der Skisaison (November) ist die Talabfahrt von der Geisterspitze (3400 m) bis an den Pass (2'760m) möglich. Im Gegensatz zu anderen Sommerskigebieten sind die Transportanlagen am Passo Stelvio / Stilfser Joch bis 17 Uhr in Betrieb. Weite Skiarena – ideal für’s Carving Das Skigebiet Passo Stelvio / Stilfser Joch zeichnet sich durch besonders breite und gepflegte Pisten aus. Würde man die Pisten nicht nur der Länge entsprechend messen, sondern zusätzlich die Ausdehnung in die Breite angeben, so läge dieses Skigebiet rein flächenmäßig sicher ganz vorne. Solche weiten und übersichtlichen Skipisten werden je länger desto mehr an Bedeutung gewinnen, besonders wenn man bedenkt, dass durch die neuen Carving-Ski und Carving-Techniken völlig anders gefahren wird und die Sportler dadurch viel mehr Platz benötigen. Hier auf dem Passo Stelvio befindet sich das ideale Gelände für alle passionierten Carving-Enthusiasten. Auf den weiten Flächen des Gletschers findet jeder genügend Platz, um das Sportvergnügen in großen langen Bögen oder kurzen zackigen Kuren zu genießen |
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| Tal | Berg | |
| Cristallo/Vedretta | 50 cm | 200 cm |
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