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Schnalstal



Schnalstal
Land: Italien
Region: Südtirol
Höhe: 2011.00 bis 3212.00 Meter
Saison: 12.06.2010 bis 01.05.2011
Schnalstal
Skigebiet
Pistenkilometer
leicht8.00 km leichte Skipisten
mittel11.00 km mittlere Skipisten
schwer16.00 km schwere Skipisten
gesamt35  

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Südtirols einziges Ganzjahresskigebiet

Selbst durch die Erschließung des Schnalstaler Gletschers zum einzigen Ganzjahres-Skigebiet in Südtirol hat das Tal nichts von seiner Urwüchsigkeit verloren. Hundertprozentige Schneesicherheit, bestens präparierte Pisten, viel Sonne und die idyllische Bergruhe gehören zu den Vorzügen dieses schönen Hochgebirgstales.

Reinhold Messners Burg bewacht den Taleingang

Von der sonnigen Kurstadt Meran aus sind es 35 km bis hinauf nach Kurzras, wo die hohen Berge der Ötztaler Alpen das Ende des Schnalstales anzeigen. Die Straße führt durch Naturns hindurch und am Schloß Juval vorbei (Burgherr ist Extrembergsteiger Reinhold Messner), welches mächtig den Eingang zum Tal bewacht.
Auf der Fahrt kann man die von der Witterung gebeizten Holzhäuser bewundern - bis zu 400 Jahre alt und oft schwindelerregend an die Steilhänge „geklebt“. Sie sind Zeugen einer noch halbwegs heil gebliebenen Bergbauernwelt.

Bau der Gletscherbahn brachte touristischen Aufschwung

Ein bescheidener Wintertourismus begann in Kurzras bereits Anfang der dreißiger Jahre. Den wirtschaftlichen Aufschwung erlebte das Schnalstal jedoch erst durch den Bau der Gletscherbahn auf den Hochjochferner (Einweihung Juli 1975), die den Skitourismus in das vom Aussterben bedrohte Tal gebracht hatte. Heute gilt das Schnalstal als ein beliebtes Urlaubsziel für ein sportlich-familiäres Publikum, das hier den gewünschten Ferienfrieden - ohne allzuviel Trubel - findet. Auch die zahlreichen Nationalmannschaften wissen das schneesichere Skigebiet mit den zwei Gletscherloipen zu schätzen und absolvieren hier jährlich das Höhentraining.

Abwechslungsreiches kulinarisches Angebot

Das Bettenangebot reicht vom komfortablen Hotel über nette Familienpensionen bis zum urgemütlichen Urlaub auf dem Bauernhof. Günstige Pauschalarrangements, wie die Pulverschneewochen im November/Dezember, die Weißen Wochen im Januar und zum Abschluss der Wintersaison die Firnwochen locken zu einem Urlaub ins Schnalstal. Wer gerne die kulinarische Welt erkunden möchte, der muss unbedingt einige der Schnalser Spezialitäten wie „Schöpsenbraten“ (Hammel), Schnalser Nudel, Schlutzkrapfen, „Schneemilch“ (eine Senner-Nachspeise aus Brot, Pinienkernen, Feigen, Arrak und frischem Rahm) probieren. Als besonderes Erlebnis werden in einigen Restaurants unter dem Motto „Essen wie zu Ötzis Zeiten“ Menükreationen serviert, die mit Zutaten bereitet werden, die schon der „Mann aus dem Eis“ kannte.

Gemütliche Stunden statt pulsierendes Nachtleben

Statt pulsierendem Nachtleben spürt man den bedächtigen Pulsschlag einer tausendjährigen Bergbauernkultur - in der Wallfahrtskirche von Unser Frau, in den Klostermauern von Karthaus oder bei einem Glasl Wein an einem der gemauerten Vinschgauer Öfen in den uralten Zirbelstuben der abgelegenen Höfe. Vor allem hier in den kleinen, idyllischen Dörfern des Tales mit den vielen gemütlichen Gaststuben und Cafès ergeben sich die besten Möglichkeiten für Begegnungen mit den verschiedensten Talbewohnern. Damit man nicht täglich das eigene Auto nehmen muss, kann man den kostenlosen Skibusdienst benützen. In Kurzras gibt es auch ein Skidepot.

Kurzras beheimatet ein fröhlich-dynamisches Ski-Völkchen

Wer es weniger beschaulich mag, der wohnt im „Sportdorf Kurzas“. Hier gibt es eine Disco, einen Pub, Après-Bars, Restaurants, öffentliches Hallenbad, Sauna, Solarium, Spiel und Spaß, sowie verschiedene Abendveranstaltungen wie Ski-Demos, Nachtslaloms und Skifahrer-Bälle mit Live-Musik. Hier tummelt sich ganzjährig ein fröhlich-dynamisches Ski-Völkchen, trainieren Nationalkader und schlagen auch Snowboarder ihre Camps auf. Die 110 Meter lange Half-Pipe in Kurzras, die längste Südtirols, ist auch für internationale Meisterschaften homologiert.
Besonders sportive Gruppen sind ganz oben am besten aufgehoben: Die Bergstation der Bahn hat neben dem SB-Restaurants mit herrlicher Panorama-Terrasse 130 Hotelbetten. Wer es uriger mag, kann auf der Terrasse der Schutzhütte „Schöne Aussicht“ bei Knödel und Wein die Sonne genießen.

Abwechslungsreiches Ganzjahresskigebiet

Die Schnalstaler Gletscherbahn überwindet mit ihren Großkabinen in wenigen Minuten eine Höhendifferenz von 1200 Metern und erschließt ein ganzjährig befahrbares Skigebiet auf dem Hochjochferner in über 3200 m. Höhe. Es ist mit seinen langen und zum Teil steilen Hängen (mit kinderleichten Varianten) durchwegs interessant. Sehr schön, aber schwer ist die acht Kilometer lange „Schmugglerabfahrt“ ins Tal. Gute Skifahrer und Firn-Freaks fahren im Frühjahr über die Finailrinne (ab Finaillift) vom Gletscher ab. Nach getaner Schnee-Arbeit (und vor dem halbstündigen „Hatsch“ nach Vernagt) winkt auf dem Finailhof dann eine Marende (Brettljause).
Besonders empfehlenswert ist auch der Lazaun-Sessellift gegenüber der Seilbahntalstation, der zwei lohnende Waldabfahrten und eine schön angelegte Loipe erschließt. An der Bergstation gibt es die gemütliche „Almdiele Lazaun“, wo hausgemachte Nudelspezialtäten angeboten werden.

Im Frühjahr locken herrliche Tourenabfahrten

Für Steigfell-Gerüstete sind Kurzras und die „Schöne-Aussicht-Hütte“ (auch im Winter geöffnet) ideale Ausgangspunkte für eintägige und mehrtägige Hochtouren, etwa zur Weißkugel (3739 m) oder zur „Similaun-Hütte“ (3019 m), bzw. zum Similaun (3597m) mit herrlicher Firnabfahrt ins Pfossental (bis ca. 1700m). Ein beliebtes Tourenziel ist auch das Hauslabjoch, wo der über 5300 Jahre alte „Mann aus dem Eis“ („Ötzi“) im September 1991 gefunden wurde. Weniger Erfahrene werden gerne von geprüften Bergführern begleitet.

Mit dem Ötzexpress unterwegs auf dem Gletscher

Zum Angebot der örtlichen Skischule gehören Wochenkurse für Alpinski und Snowboard, Intensivkurse für Carving, Privatstunden auch für Telemark und Langlauf. Besonders beliebt bei Familien ist die Kinderskischule „Pinocchio-Club“ mit Skikurs, sowie der kostenlose Skikindergarten mit Ganztagesbetreuung. Familienermäßigungen gibt es nicht nur in der Skischule, sondern auch bei der Liftgesellschaft.
Ab dem Frühjahr und bis zum Spätherbst besteht die Möglichkeit, mit dem Ötzi-Express (Raupenfahrzeug) den Gletscher zu erkunden. Höhepunkt dieser Rundfahrt ist die Besichtigung einer 50 Meter tiefen Eishöhle.


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