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Garmisch-Partenkirchen
Marktführer im schmalen deutschen Alpenstrich Zwar wird man in Deutschland nun wirklich nicht von grenzenlosen und vor allem schneesicheren Skigebieten verwöhnt, dennoch gibt es auch im schmalen deutschen Alpenstrich einige Pistenareale, die gehobeneren Ansprüchen gerecht werden. Marktführer ist und bleibt die Werdenfelser Marktgemeinde Garmisch - Partenkirchen. Den Hotelbetreibern und der Bayerischen Zugspitzbahn macht die niedrige Höhenlage (720 m) der Olympiastadt von 1936 zwar einiges Kopfzerbrechen, doch haben die Garmisch-Partenkirchener mit den Gletscherliften unterhalb des völlig verbauten Zugspitzgipfels (2962 m) ein garantiert schneesicheres Revier in der Hinterhand. Zusätzlich wird die Olympia- und Kandaharabfahrt sowie die Pisten am Hexenkessel und im Kreuzwankl-Gebiet künstlich beschneit. (insgesamt ca. 9 km) Zugspitze Auf dem Zugspitzplatt fällt jedes Jahr Ende Oktober der Startschuss in den deutschen Skiwinter. Zu Saisonbeginn laufen jedoch nur die vier oberen, rund 800 m langen Schlepplifte. Nach weiteren Schneefällen nimmt im November Stück für Stück auch der Rest der insgesamt zehn Anlagen den Betrieb auf. Die 22 Pistenkilometer sind fast ausschließlich mit Schleppliften erschlossen. Lediglich die 6er-Sesselbahn Sonnenkar, die im November 2003 ihren Betrieb aufgenommen hat, macht da eine Ausnahme. Die Abfahrten sind überwiegend mittelschwer. Hervorzuheben sind die beiden Routen zur Talstation des Brunntalliftes, die auf einer Länge von drei Kilometern immerhin 800 Höhenmeter überwinden und die meist verbuckelte Abfahrt am Wetterwandeck. Ganze Armaden von Snowboardern machen den Skifahrern an manchen Tagen ihre Spitzenposition streitig. Mit der Errichtung eines Funparks und einer Superpipe haben die Verantwortlichen der Bayerischen Zugspitzbahn dieser Entwicklung schon vor langer Zeit Rechnung getragen. Außerdem können die Einbrettartisten unter Deutschlands höchstem Gipfel auf zahlreichen Tiefschneevarianten dem Freeriden frönen. Nur für wirkliche Experten zu empfehlen sind die beiden Tourenabfahrten durchs Gatterl und die Neue Welt nach Ehrwald in Tirol. Wer auf präparierter Piste ins Tal brettern will, der hat es schwer. Eine durchgehende Talabfahrt gibt es nicht, man kann aber auf der deutschen Seite ab der Zahnradbahnstation Riffelriss über die 5 km lange Riffelriß - Abfahrt zum 650 m tiefer gelegenen Eibsee schwingen. Von dort geht es wieder per Zahnradbahn, oder dem eigenen PKW, zurück nach Grainau bzw. Garmisch-Partenkirchen. Der Zugspitzgipfel ist zwar nicht direkt ins Skigebiet eingebunden, jedoch verkehrt vom meist prallgefüllten Sonn Alpin, übrigens die einzige Einkehrmöglichkeit direkt im Skigebiet, eine hochmoderne Pendelbahn zum fast 3.000 m hohen Gipfel. Ein kleiner Abstecher lohnt sich. Die tolle Fernsicht läßt auch über die allgegenwärtigen Bausünden hinwegsehen. Einkehrmöglichkeiten bieten sich in der Gipfelstube und im Bistro. Richtig voll kann es in Deutschlands einzigem Gletscherskigebiet werden, wenn in der Hauptsaison die anderen bayerischen Skigebiete mal wieder unter Schneemangel leiden. Dann ist auf dem Platt wirklich die Hölle los und auch die drei Zubringerbahnen, neben der bereits erwähnten Zahnradbahn und der Eibsee - Seilbahn auf deutscher Seite, auch noch die Großraumgondeln der Tiroler Zugspitzbahn, sind dem Ansturm nicht mehr gewachsen. Ist allerdings weiter unten ebenfalls der Winter ausgebrochen, dann verteilen sich die Menschenmassen schnell auf die anderen Garmisch-Partenkirchener Skireviere. Hausberg Am südlichen Ortsrand bringt eine Großraumgondelbahn die Gäste ins Hausberggebiet. Hier gibt es seit dem Winter 1997/1998 eine Sechsersesselbahn, die mit einigen Schleppliften ein leichtes, äußerst familienfreundliches, Areal erschließt. Anspruchsvoller sind die Standard-, Tonihütten- , Kochelberg- und die direkt unter der Gondel verlaufende Hornabfahrt. Aufgrund der wenigen künstlichen Beschneiung und durch die niedrige Höhenlage Garmisch-Partenkirchens sind die Chancen auf gute Bedingungen auf den Hausberg-Talabfahrten jedoch nicht allzu gut. Allerdings wird das Kreuzwanklgebiet technisch beschneit und so finden hier Anfänger, Kinder und Skikurse meist optimale Bedingungen. Kreuzeck Wer den größten Teil der Wintersaison auch wirklich ins Tal abfahren will, der muss die Seilbahnverbindung ins Kreuzeckgebiet in Anspruch nehmen. Sowohl die altehrwürdige Olympia, als auch die noch berühmtere Kandahar können mit Kunstschnee versorgt werden. Die beiden Strecken stellen das Herzstück des Garmisch-Partenkirchener Skizirkuses dar. Vor allem die seit Jahrzehnten weltcuperprobte Kandahar-Abfahrt flößt einem ordentlich Respekt ein. Der verbuckelte Tröglhang, der Eishang und die Hölle sind zu überstehen, bis man die Piste, auf der 1978 die Alpinen Skiweltmeister gekürt wurden, bewältigt hat. Am Zielhang angekommen geht es mit der im Dezember 2002 eröffneten neuen Kabinenbahn aufs Kreuzeck zurück. Eine Alternative zur Kreuzeckbahn stellt die Alpspitzbahn dar, man lässt sich von Ihr über die Waldgrenze auf 2.050 m tragen. Die Pisten unterhalb der Alpspitze (2.628 m) sind zwar nicht endlos, gehören jedoch durchaus zur anspruchsvolleren Sorte. Hier sind bei Neuschnee, im Gegensatz zum Hausberg- und Kreuzeckgebiet, auch kleine Ausflüge ins Gelände möglich. Wer jedoch zurück zum Parkplatz an der Talstation der Osterfelderkopfbahn möchte, der muss sich über eine ganze Reihe von Ziehwegen quälen, ehe er am Kreuzeck wieder auf die Kandahar stößt. Eine direkte Abfahrt existiert nicht. Kompakt Zusammen kommen die Garmisch-Partenkirchener Skireviere auf 58,8 Pistenkilometer. Gar auf 216 km kommt die Happy- Ski- Card, die grenzübergreifend auf 114 Anlagen Gültigkeit besitzt. Neben Garmisch-Partenkirchen gehören die Anlagen von Mittenwald, Seefeld, sowie die der Tiroler Zugspitzregion dem Liftverbund an. Nordisches Auch auf dem nordischen Sektor nimmt Deutschlands einziger Wintersportplatz von internationalem Rang eine Vormachtstellung ein. Die 39 km Loipen auf Garmischer Gebiet erhöhen sich im Verbund mit dem Isar - und Loisachtal auf satte 200 km. Besonders zu empfehlen sind die landschaftlich sehr reizvoll gelegenen Rundkurse am Gerold- und Barmsee. Desweiteren zählen Skatingstrecken, Nachtloipen in Grainau, sowie bei schlechten Schneeverhältnissen eine Höhenloipe am Platt zum reichhaltigen Angebot. Aprés Auch wer einmal nicht Skifahren möchte, dem wird es in der 30.000 Seelen Gemeinde bestimmt nicht langweilig. Nur etwa die Hälfte der Wintergäste reisen zum Skisport an. Der Rest gehört zur Gruppe der Nichtskifahrer, die jede Menge geboten bekommen. Ob Eissportzentrum, Wellenbad, Kino oder Spielbank, für Abwechslung ist in jedem Fall gesorgt. Ebenfalls beliebt ist die Fußgängerzone, in der sich die Geschäfte nahtlos aneinanderreihen. |
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