Senderbahn in Bad Gastein eröffnet im Dezember
Stubnerkogel wird durch Millioneninvestitionen deutlich attraktiver
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Die Bergstation der neuen Bahn Ende August. |
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16,8 Millionen Euro investieren die Gasteiner Bergbahnen im Jahr 2008 in ihr Skigebiet. Der Löwenanteil entfällt auf den Bau der neuen Senderbahn, mit der man ab Dezember vom Skizentrum Angertal direkt auf den Gipfel des Stubnerkogels, dem Hausberg von Bad Gastein, gelangen wird. Für den Bau der Anlage sind 12,7 Millionen Euro veranschlagt.
Skischaukel nun ohne Schlepplift zu befahren
Das Gasteiner Kernskigebiet, die Skischaukelverbindung Schlossalm - Angertal - Stubnerkogel, verbindet die Orte Bad Hofgastein und Bad Gastein. Bislang wird die Verbindung zwischen Angertal und Stubnerkogel über Sesselbahnen und Schlepplifte hergestellt. Durch den Bau der neuen Senderbahn wird die Skischaukel nun ohne Schlepplifte zu befahren sein. Dank der kuppelbaren Achterkabinenbahn ist auf der bestehenden - aber bisher nur umständlich zu erreichenden - Senderabfahrt mit einer Zunahme an Wiederholungsfahrten zu rechnen. "Der Stubnerkogel wird deutlich attraktiver", sagt Marco Pointner von den Gasteiner Bergbahnen. Zumal neben dem Bau der Senderbahn weitere Investitionen getätigt werden. Die Senderabfahrt statten die Bergbahnen mit einer Beschneiungsanlage aus, zusätzlich werden zwei neue Pisten errichtet. Parallel zur bereits bestehenden, schwarz ausgeschilderten Bürgerwaldabfahrt, entsteht bis zur Mittelstation der Senderbahn eine neue rote Abfahrt. Eine blaue Piste von der Mittelstation ins Skizentrum Angertal wird ebenfalls gebaut.
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Die Trasse der geplanten Senderbahn. |
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Neue Bahn transportiert bis zu 2.400 Personen pro Stunde
Die Talstation der Senderbahn liegt im Skizentrum Angertal direkt zwischen der bestehenden Angertalbahn und der Kaserebenbahn. Die Mittelstation liegt im Bereich des Möserangerweges direkt neben der Bürgerwaldabfahrt. Auf dem Plateau des Stubnerkogels, etwa 40 Meter vom ORF-Sender entfernt, befindet sich die Bergstation. Damit wird der höchste Punkt am Stubnerkogel erreicht und die Skifahrer können sowohl Richtung Bad Gastein als auch Richtung Angertal abfahren, ohne eine weitere Liftanlage benutzen zu müssen. Der Höhenunterschied zwischen der Talstation (1.180 m) und der Bergstation (2.250 m) beträgt 1.070 Meter. Die Förderleistung der Senderbahn liegt bei 2.400 Personen pro Stunde. Die neue Senderbahn soll - in Verbindung mit der Errichtung einer neuen roten (bereits gebaut) und schwarzen Abfahrt (ab der Saison 09/10) von der Schlossalm ins Angertal - auch dazu beitragen, die Gästeströme innerhalb der Skischaukel besser zu verteilen.
Beschneiungsanlage auch für Stubnerkogel-Ostseite geplant
Während die Westseite des Stubnerkogels (in Richtung Angertal) nun komplett künstlich beschneit werden kann, gibt es auf der Ostseite (Richtung Bad Gastein) bislang noch keine Beschneiungsanlage. "Wir sind optimistisch, dass wir das zur Saison 09/10 umsetzen können", sagt Marco Pointner. Im Genehmigungsfalle würde eine Beschneiungsanlage zunächst vom Tal bis hinauf zur Mittelstation gebaut.
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Auch die Stubnerkogelbahn wird wohl bald erneuert. |
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Neue Stubnerkogelbahn bekommt Saunagondel
Die Gasteiner Bergbahnen streben außerdem an, die Stubnerkogelbahn, die einzige Zubringerbahn von Bad Gastein aus ins Hauptskigebiet, zu erneuern. Die neue Seilbahn soll statt sechs künftig bis zu acht Personen pro Kabine transportieren können und technisch im Wesentlichen der gerade im Bau befindlichen Senderbahn entsprechen. Die Förderleistung würde von derzeit 2.375 auf 2.800 Personen pro Stunde erhöht, aúßerdem soll die neue Anlage windstabiler sein. Es ist geplant eine der Kabinen - als Beleg für den Ruf Gasteins als Sport- und Gesundheitsdestination - als Saunagondel auszustatten. So etwas gibt es auf der Welt bislang nur im finnischen Ylläs. Noch ist offen, wann der Neubau der Stubnerkogelbahn erfolgen wird. Es könnte aber bereits 2009 soweit sein.
Funpark wird ausgebaut
Noch einmal zurück zum kommenden Winter. Das 16,8 Millionen große Investitionspaket umfasst neben dem Bau der Senderbahn und der neuen Abfahrten auch den Ausbau des Funparks am Stubnerkogel, die Modernisierung der Schneeanlagen im gesamten Skigebiet und Investitionen in Pistengeräte.
Text: Sascha Eyßen
Fotos: Alpi (1), Gasteiner Bergbahnen (1), Sascha Eyßen (1)