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Bericht: Zwei Skiberge wachsen zusammen


Große Investitionen in Gastein
Zwei Skiberge wachsen zusammen

Die neue Senderbahn ist bereits in Betrieb.
Die neue Senderbahn ist
bereits in Betrieb.
Ein umfangreiches Investitionsprogramm in Höhe von rund 16,8 Millionen Euro wurde von der Gasteiner Bergbahnen AG im Sommer umgesetzt. Damit investierten die Gasteiner in diesem Jahr mehr als die gesamte Kärntner Seilbahnwirtschaft. Innerhalb des größten österreichischen Skiverbundes ski amadé liegt der Investitionsanteil der Gasteiner Bergbahnen bei nahezu einem Viertel.  Die neue Senderbahn vom Skizentrum Angertal direkt auf den Stubnerkogel ist die größte Einzelinvestition in der Salzburger Seilbahnwirtschaft in diesem Jahr.

Senderbahn feierlich eröffnet

In den vergangenen Jahren wurde der Schwerpunkt der Investitionen der Gasteiner Bergbahnen AG in den Ausbau der Schneeanlagen gesetzt. In diesem Sommer wurde neben der Erweiterung der Schneeanlage und der Fertigstellung einer neuen Skipiste auch eine neue Seilbahn errichtet. Noch im April wurde mit dem Bau der Senderbahn, einer kuppelbaren Acht-Personen Kabinenbahn mit Sitzheizung in zwei Sektionen - vom Skizentrum Angertal direkt auf den Gipfel des Stubnerkogels, begonnen. Am ersten Dezemberwochenende wurde die Bahn feierlich eröffnet.

Die Weitmoserbahn auf der Schlossalm.
Die Weitmoserbahn auf der
Schlossalm.
Neue Bahn hilft, Gästeströme besser zu verteilen

Das Gasteiner Kernskigebiet, die Skischaukelverbindung Schlossalm – Angertal – Stubnerkogel, verbindet die Orte Bad Hofgastein und Bad Gastein. Bisher funktionierte die skitechnische Verbindung zwischen Angertal und Stubnerkogel über Sesselbahnen und Schlepplifte. Sie ist aber in Zukunft deutlich komfortabler. So ist durch diese attraktive Verbindung auch mit einer starken Wiederholerfunktion für die bestehende - aber bisher nur umständlich zu erreichende - Senderabfahrt zu rechnen. Die neue Bahn wird – in Verbindung mit der Errichtung der roten und schwarzen Skiabfahrt von der Schlossalm ins Angertal - auch dazu beitragen, die Gästeströme innerhalb der Skischaukel besser zu verteilen. Die Skischaukel ist damit ohne Schlepplift zu befahren.

Achter-Kabinenbahn in zwei Sektionen

Die neue Talstation liegt im Skizentrum Angertal direkt zwischen der bestehenden Angertalbahn und der Kaserebenbahn. Sie wurde als freistehende Kompaktanlage ausgeführt. Darin untergebracht sind die hydraulische Abspannung und die Stationsfördereinrichtungen. Die gesamte technische Einrichtung wird durch eine haubenartige Überdachung - mittels einer gefälligen Blech-Glas-Konstruktion - vor Witterungseinflüssen geschützt.  Die Zwischenstation liegt im Bereich des Möserangerweges direkt neben der Bürgerwaldabfahrt. Dort ist auch der Antrieb für die erste Teilstrecke untergebracht. Der Abstellbahnhof für beide Teilstrecken wurde seitlich an die Station als Schleifenbahnhof angebaut. Die Stahlkonstruktion beinhaltet auch eine entsprechende Revisionsbühne mit Werkstattbereich. Die Eindeckung erfolgte als Flachdach, die Fassade wurde in Blech-Glas hergestellt.  Die Bergstation liegt direkt auf dem Plateau des Stubnerkogels, ca. 40 Meter vom ORF-Sender entfernt. Damit wird der höchste Punkt am Stubnerkogel erreicht und die Skifahrer können sowohl Richtung Bad Gastein als auch Richtung Angertal abfahren, ohne eine weitere Liftanlage benützen zu müssen. Die Station ist optisch an die Talstation angeglichen und beinhaltet den Antrieb der zweiten Teilstrecke sowie die notwendigen Stationseinrichtungen.

12,7 Millionen Euro in Senderbahn investiert

Der Höhenunterschied zwischen der Talstation (1.179 Meter) und der Bergstation (2.251 Meter) beträgt 1.072 Meter. Die Förderleistung der Senderbahn liegt bei 2.400 Personen je Stunde. Die Investitionskosten für die Senderbahn betragen rund 12,7 Millionen Euro.

Gastein gehört zu den größten Skigebieten Österreichs.
Gastein gehört zu den
größten
Skigebieten
Österreichs.
Schlagkraft der Schneeanlage erweitert

Für den weiteren Ausbau der Schneeanlagen wurde insgesamt ein Betrag von rund 1,2 Millionen Euro aufgebracht. Auf der Westseite des Stubnerkogels (Richtung Skizentrum Angertal) wurde die Senderabfahrt zusätzlich mit einer Beschneiungsanlage ausgestattet und im Bereich der Jungeralmabfahrt wurden einige Lanzen durch Turmkanonen ersetzt, womit die Schlagkraft entscheidend erhöht werden konnte. Mit einer deutlichen Verbesserung der Schneesicherheit im Bereich des Stubnerkogels können die dort verfügbaren Pistenflächen besser genutzt werden und die Skifahrerströme innerhalb der Skischaukel Schlossalm – Angertal – Stubnerkogel wesentlich besser verteilt werden.

Drei Pistengeräte ausgetauscht

Für eine optimale Präparierung der Skipisten sind mehr als 20 Pistengeräte im Einsatz. Jährlich werden zwei bis drei Geräte ausgetauscht. Für die Anschaffung von drei neuen Pistengeräten und eines Motorschlittens (Skidoo) war ein Betrag von rund 1 Million  Euro erforderlich.

Neue Abfahrten ins Angertal

Im Kernskigebiet Schlossalm – Angertal – Stubnerkogel sind täglich bis zu 12.000 Wintersportler unterwegs. Ziel ist es, eine bessere Verteilung der Skifahrerströme innerhalb der Skischaukelverbindung und ein besseres „Zusammenwachsen“ der Skiberge Stubnerkogel und Schlossalm zu erreichen. Zu diesem Zweck werden auch neue Abfahrten von der Schlossalm und vom Stubnerkogel ins Angertal errichtet.  Mit dem Pistenbau für eine neue „schwarze“ Abfahrt von der Schlossalm ins Angertal wurde begonnen. Von der Stubnerkogelseite wurde parallel zur Bürgerwaldabfahrt bis zur Zwischenstation der Senderbahn eine neue „rote“ Skipiste gebaut. Ebenso wurde eine neue „blaue“ Skipiste von der Zwischenstation der neuen Senderbahn bis ins Skizentrum Angertal errichtet. Damit können sich die Anfänger aus dem großen Übungsgelände erstmals Richtung Berg „vorwagen“. Im Endausbau wird es daher sowohl im Bereich der Skiabfahrten als auch der Liftanlagen eine sehr durchlässige Verbindung innerhalb des Kernskigebietes Schlossalm – Angertal – Stubnerkogel geben.

Der Snowpark erfreut sich großer Beliebtheit.
Der Snowpark erfreut sich
großer Beliebtheit.
Snowpark Gastein wurde weiterentwickelt

Letzten Winter bekam Gastein den von vielen schon lange ersehnten Snowpark. Er befindet sich am Stubnerkogel im Bereich der Stubnermulde und ist sowohl von Bad Gastein als auch vom Angertal mit nur einer Liftanlage erreichbar. Die gesamte Stubnermulde ist als Snowpark-Areal ausgeschildert und mit dem Burgstalllift verfügt der Park über eine perfekte Lift-Anbindung. Direkt am unteren Ende des Snowparks liegt die gemütliche Stubneralm. Das gesamte Park-Setup ist eher auf Anfänger und Fahrer mittleren Könnens, weniger auf Profis ausgerichtet. Die Dimension der Kicker stimmt mit diesem Konzept überein.  Der Snowpark Gastein wurde für die kommende Wintersaison weiterentwickelt und noch ein Stück größer und schneesicherer. Im Zuge dessen werden auch mehrere Pro-Obstacles in die Liste der Elemente integriert werden.  Mit der Umsetzung hat die Gasteiner Bergbahnen AG Profis beauftragt, die mehrere exzellente Snowparks – von Niederösterreich bis Graubünden in der Ostschweiz – bauen und betreuen. Etablierte Projekte wie der Intersport NovaPark in der Silvretta Nova oder der Burton Superpark am Dachstein sprechen für sich.

Text: Gasteiner Bergbahnen
Fotos: Gasteiner Bergbahnen (4)



Bilder und Fotos


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