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Bericht: Meteorologische Wechselbäder am Hochzeiger


SNOW-ONLINE.DE UNTERWEGS 08.-10.02.04: Jerzens/Hochzeiger
Meteorologische Wechselbäder am Hochzeiger

Während unseres Aufenthaltes in Jerzens bekamen wir es mit den unterschiedlichsten Wetterbedingungen zu tun. Schneefall wechselte mit strahlendem Sonnenschein. Am Vormittag des ersten Skitages herrschte starker Schneefall, verbunden mit heftigem Wind. Dieser nahm im Laufe des Tages derart zu, dass für kurze Zeit sogar die Liftanlagen geschlossen werden müssten. „Bei Windgeschwindigkeiten von 70-80 km/h ist es für das Wohlbefinden unserer Gäste angebracht, die Anlagen zu stoppen, obwohl sie trotzdem noch sicher funktionieren würden“, sagte Hansjörg Wohlfarter, Geschäftsführer der Hochzeiger Bergbahnen.

Ideale Schneeverhältnisse


Auch am Morgen des zweiten Tages waren die Bahnen aufgrund der Wetterbedingungen geschlossen. Das änderte sich dann aber glücklicherweise. Im Laufe des Tages. Klarte es doch auf, bald herrschte strahlend blauer Himmel. Somit ließ sich die Vielfalt des kleinen, aber feinen Skigebietes mit seinen 40 km präparierten Pisten in vollen Zügen genießen. Auch der Sturm beruhigte sich für die nächsten Tage. Aufgrund des Schneefalls und der ständigen Beschneiung herrschten ideale Schneeverhältnisse. Neben den gut präparierten Pisten bietet das Hochzeiger Skigebiet sehr gute Möglichkeiten für Tiefschneefahrer. Die Strecken abseits der Piste sind zwar nicht die längsten, doch sehr einfach von der präparierten Piste zu erreichen, so dass auch Skigruppen mit Fahrern unterschiedlicher Könnensstufen einen gemeinsamen Skitag verbringen können, ohne sich erst wieder Mittags auf der Hütte zu treffen.
 
Riesenslalom mit Zeitmessung


Nach Ankunft auf dem Berg ging es mit der Rotmoosbahn jeweils zum höchsten Punkt des Skigebietes (2450m). Von dort aus hat man nicht nur eine wunderschöne Sicht auf das Skigebiet und das vordere Pitztal, sondern kann auch zwischen drei schwarzen Pisten, jeweils einer blauen und roten Piste, einer Buckelpiste und einem „Self-time-race“ wählen. Nach der Investition von einem Euro testet man auf der 300 m langen Piste, die meistens als Riesentorlauf gesteckt ist, seine Tauglichkeit als Rennfahrer.
Die besseren Skifahrer haben Spaß auf der FIS-Abfahrt oder der Buckelpiste. Diese beiden Strecken eignen sich auch hervorragend, um abseits der Piste zu fahren und den gerade in diesen Tagen wunderbaren Tiefschnee zu erleben. Darüber hinaus gelangt man von der Bergstation der Rotmoosbahn durch das Kanonenrohr zu einer weiteren roten Abfahrt und dem Hochzeigerloch (anspruchsvolle Skiroute) sowie dem Zollberglift. Dieser Teil des Skigebietes ist der am wenigsten befahrene, verbirgt aber auch nur relativ kurze oder sehr anspruchsvolle Abfahrten.

Panoramabahn sorgt für beste Aussichten

Für die weniger geübten Fahrer bietet sich von der Bergstation der Rotmoosbahn die Abfahrt in Richtung Mittelstation an, die sich später in eine blaue, rote und schwarze Piste aufteilt. Vorbei an der Mittelstation gelangt man zur Sechser-Sessel-Panoramabahn, die einen auf 2380m bringt. Von dort aus kann die Aussicht auf die Zugspitze, den Brechkogel, den Wildgrat und natürlich den Hochzeiger genossen werden. Eine Bar lädt zu einer kleinen oder auch größeren Rast ein und jeden Sonntag wartet an dieser Stelle auch ein Skilehrer auf die Gäste und zeigt ihnen die Vorzüge des Skigebietes.

Skiroute für Geübte und Romantiker


Als „Geheimtipp“ für geübte Skifahrer und auch Romantiker gilt die Panorama-Skiroute, deren Ausgangspunkt von der Bergsstation der Panoramabahn und der DSB Sechszeiger über den Kalbenalm-Schlepplift erreicht werden kann. Auf der schönen Abfahrt – die wir mal präpariert, mal unverspurt erleben durften – lässt sich sowohl ins Ötztal als auch fast bis nach Innsbruck blicken. Die Hälfte der Abfahrt führt über einen zwar nicht sonderlich steilen, aber wunderschönen Ziehweg durch die Wälder des Skigebietes. Hierhin verschlägt es nicht sonderlich viele Skifahrer und es lässt sich fernab des Pistentrubels die Ruhe und Schönheit der Natur genießen.

Bergpark und Pitzi-Land


Generell verfügt das Hochzeiger Skigebiet über einige weitere kurze, aber dafür schöne Skirouten, wie beispielsweise die Kalbenalm-Route und einer nicht näher benannte Route, die ebenfalls von der Panoramabahn und dem DSB Sechszeigerlift zu erreichen ist. Aber auch Anfänger haben ihre eigenen Bereiche. Die ganz Kleinen machen ihre ersten Gehversuche auf Skiern im Pitzi-Land neben der Talstation. Die bereits etwas Größeren oder Geübteren fahren mit ihren Lehren im Bergpark an der Mittelstation.

Fazit: Von den Pisten, Schneebedingungen, Service, Liften bis hin zur Kinderbetreuung hat in Jerzens wirklich alles gepasst. Unserer Meinung nach ist das Hochzeigergebiet vor allem für Familien mit Kindern eine Reise wert. Skifahrer, deren Hauptaugenmerk auf dem Après-Ski liegt, sollten eher in einer der bekannten Hochburgen ihren Urlaub verbringen.
Text: towi





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